“Pa'lante”Heesen liefert erneut 55-Meter-Stahlformat ab

Sören Gehlhaus

 · 23.06.2026

Nach erfolgreichen Probefahrten in der Nordsee hat der 55 Meter lange ...
Foto: Ruben Griffioen
Die niederländische Werft Heesen hat die 55 Meter lange “Pa'lante” verabschiedet. Der Stahl-Alu-Bau ist die erste Ablieferung der Werft im Jahr 2026 und wird im September auf der Monaco Yacht Show präsentiert.

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Heesen Yachts hat die 55 Meter lange “Pa'lante” übergeben. Nach erfolgreichen Probefahrten in der Nordsee hat der Stahl-Alu-Verdränger die Niederlande mit Kurs Mittelmeer verlassen. Dort treffen die neuen Eigner im Sommer erstmals an Bord ein, bevor “Pa'lante” Ende September auf der Monaco Yacht Show vom 23. bis 26. September der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

​Für die Werft aus Oss ist das 55 Meter lange Omega-Design eine der erfolgreichsten Plattformen. “Pa'lante” – auf Spanisch so viel wie vorwärts oder weiter – basiert auf einem ​Riss der niederländischen Gestalter aus dem Jahr 2015 und erhielt wie “Serena”, “Agnetha” und “Solemates” ein Interieur nach Vorgaben von Luca Dini aus Florenz.

Reichweite und Systeme

Die Breite von 9,6 Metern, der Tiefgang von 2,7 Metern und das Innenraumvolumen von etwa 760 Gross Tons ermöglicht laut Werft sowohl Ozeanüberquerungen als auch das Anlaufen kleinerer Mittelmeerhäfen. Die Yacht erreicht maximal 15,5 Knoten und eine Reichweite von 4.500 Seemeilen bei elf Knoten Fahrt. Im Motorenraum arbeiten zwei Achtzylinder von MTU mit jeweils 1.000 Kilowatt Leistung.

​Die Stromversorgung übernehmen zwei Hauptgeneratoren von Zenoro mit je 175 kW bei 50 Hertz, ergänzt durch einen Notgenerator desselben Herstellers mit 80 kW und ebenfalls 50 Hertz. Für präzises Manövrieren im Hafen sorgt ein elektrisch angetriebenes Bugstrahlruder von ZF-Marine mit 125 kW. Die Rollstabilität auf See gewährleistet ein Naiad-Dynamics-Stabilisierungssystem mit zwei Flossen vom Typ 720, das auch bei Nullfahrt – also vor Anker – zuverlässig arbeitet.

Maßgeschneidertes Dini-Interieur

An Bord finden zwölf Gäste in sechs Kabinen Platz, wobei das größte Gemach auf dem vorderen Hauptdeck veorortet ist. Die 13-köpfige Crew kommt auf dem vorderen Unterdeck unter. Obwohl mit Luca Dini ein bekannter Designer tätig war, gleicht “Pa'lante” keiner Schwester aus der 55-Meter-Stahlklasse von Heesen. Diese Baureihe entwickelt die Werft kontinuierlich mit den jeweiligen Eignern weiter.

Baukonzept auf Spekulation

Heesen hat “Pa'lante” auf Spekulationsbasis gebaut. Das bedeutet, die Werft legte ohne konkreten Auftraggeber auf Kiel. Erst während der Bauphase fand sich ein Käufer. Dieses Vorgehen verkürze die Lieferzeiten erheblich, so CEO Jeroen van der Meer. Die Werft könne dies nur umsetzen, weil sie über eigene Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen verfüge.

​„Indem wir eine bewährte Stahlplattform kontinuierlich anhand von Betriebsdaten weiterentwickeln, optimieren wir sowohl die Effizienz als auch die Zuverlässigkeit. Ein solch konsequenter Ansatz garantiert kompromisslose Qualität und verkürzt gleichzeitig die Lieferzeiten erheblich“, erklärt van der Meer.

Technische Daten

  • Länge über alles: 55,0 m
  • Breite: 9,6 m
  • Tiefgang: 2,7 m
  • Innenraumvolumen: ca. 760 Gross Tons
  • Rumpfmaterial: Stahl
  • Aufbautenmaterial: Aluminium
  • Gästekapazität: 12 Personen
  • Gästekabinen: 6
  • Motoren: 2 x MTU 8V 4000 M63
  • Motorleistung: 2 x 1.000 kW
  • Geschwindigkeit max.: 15,5 kn
  • Reichweite bei 11 kn: 4.500 sm
  • Exterieurdesign: Omega Architects
  • Interieurdesign: Luca Dini Design and Architecture

Über Heesen Yachts

Heesen Yachts ist eine niederländische Werft mit Sitz in Oss. Das Unternehmen baut Motoryachten in Stahl- und Aluminiumbauweise. Die Werft fertigt sowohl auf Spekulationsbasis als auch auf Kundenauftrag. Heesen betreibt eigene Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen. Die Produktpalette umfasst verschiedene Größenklassen von Motoryachten für den weltweiten Einsatz.

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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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