Ein Jahr nach der Ankündigung des Odyssey-Programms macht Princess das neue Flaggschiff konkreter. Die Werft hat erste Renderings der Odyssey 108 veröffentlicht. Zugleich teilte sie die Zusammenarbeit mit Harrison Eidsgaard mit. Das Londoner Design-Studio machte jüngst mit deutschen Mega-Formaten Schlagzeilen.
Damit erfüllt die britische Werft zum einen den Wunsch ihrer Kunden nach einer großen Custom-Yacht, größer als die aktuelle X90, und setzt zugleich einen Punkt hinter die Herausforderungen der Corona-Zeit. Für 2025 hatte die Werft einen Gewinn vor Steuern von 9,4 Millionen brit. Pfund vermeldet, 1,3 Millionen mehr als im Jahr zuvor. In neue Produkte wurden 2026 13 Millionen Pfund investiert (2025: 12 mio.), für 2027 sollen es 15 Millionen werden. “Wir wollen jedes Jahr drei neuen Modelle herausbringen”, sagt Princess CEO Will Green auf einer Pressekonferenz in Cannes.
Die 33 Meter lange Odyssey 108 ist über drei Decks angelegt. Mit einem Innenvolumen von 277 GT bietet sie ihren Gästen viel Platz. “Ihr Volumen ist mit dem einer typischen 35-Meter-Yacht vergleichbar”, erzählt Marketingchef Simon Clare. Große Fensterflächen bringen viel Tageslicht ins Innere und öffnen den Blick aufs Wasser.
Harrison Eidsgaard ist ein neuer Player bei Princess. Das Studio wurde 2005 gegründet und designt Yachten, Flugzeuge und Villen. Als Spezialist für Superyachten arbeitet das Team u.a. für große Lürssen-Formate. Für die Odyssey übernahm es die Innenraumgestaltung; die Werft verantwortet die Entwicklung des Gesamtprojekts. So, wie auch die gesamte Yacht am Standort Plymouth entstehen wird.
Im Zentrum des technischen Konzepts steht ein neuer Hybrid-Fast-Displacement-Rumpf. Princess entwickelt ihn zusammen mit den Konstrukteuren von Olesinski. Nach computergestützten Strömungssimulationen folgten erste Modellversuche im Schlepp- bzw. Versuchstank.
Princess nennt eine Reichweite von mehr als 2.600 Seemeilen bei neun Knoten Fahrt. Mit zwei MAN V12X-Motoren soll die Odyssey 108 eine Höchstgeschwindigkeit von 19 bis 21 Knoten erreichen. Als Alternative nennt die Werft zwei Rolls-Royce-MTU-V12-Pakete mit jeweils 1634 Kilowatt Leistung.
Im Standard-Layout sind vier Kabinen für acht Gäste vorgesehen. Eine optionale Fünf-Kabinen-Version kann zehn Gäste aufnehmen. Für die Crew gibt es Unterkünfte für fünf Personen in drei Kabinen; auf Wunsch soll Platz für bis zu sieben Crewmitglieder entstehen.
Die erste Odyssey 108 soll 2029 ins Wasser kommen. Princess plant die Weltpremiere für 2030, “auf einer der großen Shows”, verkünden Will Green und Simon Clare. Für weitere Bestellungen ist die Werft gut gerüstet, derzeit wird eine neue Halle gebaut. Will Green: “Wir haben Kapazitäten für vier Yachten pro Jahr.”
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Redakteurin News & Panorama
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