Die 65 Meter von Ivan Erdevickis Studio ER Yacht Design lassen sich durch vorgefertigte Module umrüsten, die je nach Einsatz installiert oder entfernt werden. Der bordeigene Kran hebt die Einheiten auf Fundamente, wo sie Anschlüsse für Strom und Wasser nutzen. So wandelt sich das Schiff von der Luxusyacht zur Forschungsplattform, zum Helikopter-Stützpunkt oder zur Basis für Langstrecken-Expeditionen.
Die Konzeptzeichnungen zeigen drei Varianten: volle Modulbestückung, Hauptdeck-Konfiguration und die Version ohne Module. Das Besondere daran ist, dass die Yacht in allen Versionen ihre gestalterische Linie behält. Die Position der Module wurde in Relation zum Schwerpunkt optimiert, um Auftrieb und Stabilität zu gewährleisten. Das macht das Konzept zu einer echten Offshore-Plattform. No Limits von Ivan Erdevicki.
Das Achterdeck erstreckt sich über rund 375 Quadratmeter und bietet damit Kapazitäten, die sonst deutlich größeren Supportschiffen vorbehalten sind. Auf dieser Fläche findet ein 10 mal 5 Meter großer Infinity-Pool Platz, der sich zum Helipad umbauen lässt. Tender bis 15 Meter Länge, abnehmbare Kabinenmodule, Expeditionsfahrzeuge, U-Boot oder andere Ausrüstung lassen sich hier transportieren.
Die Modulstudien zeigen optionale Anordnungen für landgestützte und wasserbasierte Expeditionseinsätze. Wenige Yachten dieser Größenklasse vereinen derart viel Nutzfläche mit der Flexibilität einer Luxusyacht. Das Deck dient zugleich als Freizeitareal und als Arbeitsfläche für Operationen in abgelegenen Regionen.
Zehn Gäste kommen in vier Gästekabinen und einer VIP-Kabine unter. Diese Basiskonfiguration funktioniert auch ohne zusätzliche Module als vollwertige Expeditionsyacht. Durch die optionalen Aufbauten lässt sich die Kapazität je nach Bedarf erweitern, etwa für wissenschaftliches Personal, zusätzliche Crew oder Expeditionsteilnehmer.
Die Hauptabmessungen unterstreichen die Präsenz des Entwurfs: Länge über alles: 65,0 Meter, Länge Wasserlinie: 62,0 Meter, Breite: 12,3 Meter, Tiefgang: 3,5 Meter. Das Schiff positioniert sich damit zwischen Superyacht und Supportschiff.

Redakteurin News & Panorama