„Santosha“57-Meter-Heesen markiert Beginn neuer Alu-Serie

Sören Gehlhaus

 · 12.08.2024

Heesen schweißte Rumpf und Aufbauten aus Aluminium im niederländischen Oss
Foto: Ruben Griffioen / Heesen Yachts
Mit „Santosha“ wasserte Heesen die erste Einheit einer neuen Alu-Generation. Die niederländische Werft baut das 57 Meter lange Modell künftig als eines jener Serienmodelle, die auch ohne Eigner auf Kiel gelegt werden

Heesen enthüllt die erste Einheit der neuen 57-Meter-Serie, die als „Serienmodell“ 57m Aluminium FDHF ins Serien-Portfolio aufgenommen wird. Das Alumodell basiert auf einem Fast-Displacement-Rumpf, Frank Laupman von Omega Architects brachte in Form. Ein nahezu vertikaler Steven und ein konkav geformtes Heck kennzeichnen den sportlichen Look, der sich auch in der Performance der Yacht widerspiegelt. Für das Interior wurde Harrison Eidsgaard verpflichtet und sehr früh in das Projekt eingebunden. Dadurch konnte das Londoner Büro maßgeblichen Einfluss auf das Layout nehmen, das sich stark an lange recherchierten Bewegungsmustern orientiert.

Eigner stieg erst Monate nach Kiellegung ein

Ursprünglich wurde Projekt „Akira“ auf Spekulationsbasis gebaut. Als die Eigner einstiegen, verwandelte sich das Vorhaben in „Santosha“ und das Designteam von Harrison Eidsgaard passte das 400 Quadratmeter große Interieur an die Kundenwünsche an. Die 57-Meter-Yacht bietet sechs Suiten für zwölf Gäste, den Top-Speed gibt die Werft mit 22 Knoten an. Bei 13 Knoten Fahrt liegt die Reichweite bei 3900 Seemeilen. Ein Tiefgang von nur 2,30 Metern sollen die 57 Meter zum idealen Gefährt für die flachen Gewässer der Bahamas machen.

Die Eigner wählten den Sanskrit-Namen „Santosha“ für ihr Schiff und die Lotusblume als Logo. Dies soll sie daran erinnern, „unter allen Umständen glücklich zu bleiben oder mit dem zufrieden zu sein, was wir durch unsere Fähigkeiten erreichen können. Sie schafft ein Gleichgewicht zwischen unserer äußeren und inneren Welt, indem sie die Tyrannei der Sinne kontrolliert. Zufriedenheit ist ein Gefühl der geistigen Zufriedenheit.“

Heesen baut von Serie bis Custom – ab 50 Meter

Heesen baut Yachten ab 50 Meter aus Alu und Stahl in drei Kategorien. „Series“ umfasst sechs vollständig durchgerechnete Plattformen mit unveränderbaren Rümpfen und Aufbauten. Deren Bau wird auch ohne Eigner begonnen. Dann geht die Werft in Vorleistung und sucht Interessenten, die es auf schnelle Entscheidungsprozesse und kurze Lieferzeiten abgesehen haben. Die Anpassungsmöglichkeiten sind begrenzt und beziehen sich meist aufs Interieur. Heesen arbeitet derzeit an vier solcher On-Spec-Projekten.

Eine Individualisierungsstufe höher steht Semi Custom. Im Gegensatz zu anderen Werften meint Heesen damit die Festlegung auf einen bereits konstruierten Rumpf. Kunden können Aufbauten und weitere Elemente frei wählen. Die dritte Bau-Kategorie nennt sich Full Custom und beginnt mit einem leeren Blatt Papier. Das Ergebnis sind einzigartige Formate wie die 80 Meter lange und 29 Knoten schnelle „Genesis“ (Ex-„Galactica“).


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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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