Heesen enthüllt die erste Einheit der neuen 57-Meter-Serie, die als „Serienmodell“ 57m Aluminium FDHF ins Serien-Portfolio aufgenommen wird. Das Alumodell basiert auf einem Fast-Displacement-Rumpf, Frank Laupman von Omega Architects brachte in Form. Ein nahezu vertikaler Steven und ein konkav geformtes Heck kennzeichnen den sportlichen Look, der sich auch in der Performance der Yacht widerspiegelt. Für das Interior wurde Harrison Eidsgaard verpflichtet und sehr früh in das Projekt eingebunden. Dadurch konnte das Londoner Büro maßgeblichen Einfluss auf das Layout nehmen, das sich stark an lange recherchierten Bewegungsmustern orientiert.
Ursprünglich wurde Projekt „Akira“ auf Spekulationsbasis gebaut. Als die Eigner einstiegen, verwandelte sich das Vorhaben in „Santosha“ und das Designteam von Harrison Eidsgaard passte das 400 Quadratmeter große Interieur an die Kundenwünsche an. Die 57-Meter-Yacht bietet sechs Suiten für zwölf Gäste, den Top-Speed gibt die Werft mit 22 Knoten an. Bei 13 Knoten Fahrt liegt die Reichweite bei 3900 Seemeilen. Ein Tiefgang von nur 2,30 Metern sollen die 57 Meter zum idealen Gefährt für die flachen Gewässer der Bahamas machen.
Die Eigner wählten den Sanskrit-Namen „Santosha“ für ihr Schiff und die Lotusblume als Logo. Dies soll sie daran erinnern, „unter allen Umständen glücklich zu bleiben oder mit dem zufrieden zu sein, was wir durch unsere Fähigkeiten erreichen können. Sie schafft ein Gleichgewicht zwischen unserer äußeren und inneren Welt, indem sie die Tyrannei der Sinne kontrolliert. Zufriedenheit ist ein Gefühl der geistigen Zufriedenheit.“
Heesen baut Yachten ab 50 Meter aus Alu und Stahl in drei Kategorien. „Series“ umfasst sechs vollständig durchgerechnete Plattformen mit unveränderbaren Rümpfen und Aufbauten. Deren Bau wird auch ohne Eigner begonnen. Dann geht die Werft in Vorleistung und sucht Interessenten, die es auf schnelle Entscheidungsprozesse und kurze Lieferzeiten abgesehen haben. Die Anpassungsmöglichkeiten sind begrenzt und beziehen sich meist aufs Interieur. Heesen arbeitet derzeit an vier solcher On-Spec-Projekten.
Eine Individualisierungsstufe höher steht Semi Custom. Im Gegensatz zu anderen Werften meint Heesen damit die Festlegung auf einen bereits konstruierten Rumpf. Kunden können Aufbauten und weitere Elemente frei wählen. Die dritte Bau-Kategorie nennt sich Full Custom und beginnt mit einem leeren Blatt Papier. Das Ergebnis sind einzigartige Formate wie die 80 Meter lange und 29 Knoten schnelle „Genesis“ (Ex-„Galactica“).

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV