Supernova 50Maiora holt Elie Saab an Bord

Sören Gehlhaus

 · 22.09.2026

Eignersuite: Der als Modedesigner bekannt gewordene Elie Saab zeichnet für das Interieur verantwortlich. Der Libanese teilt sich die kreative Leitung mit  Carlo Colombo.
Foto: Maiora
Die italienische Werft Maiora erweitert ihr Programm um das Modell Supernova 50. Der 49,80 Meter lange Stahl-Alu-Verdränger entsteht gemeinsam mit Elie Saab und Tommaso Spadolini. In Pisa wird an Baunummer 1 geschweißt, die Übergabe ist für die zweite Jahreshälfte 2028 geplant.

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Mit der Supernova 50 steigt Maiora erstmals in das Segment großformatiger Verdränger aus Stahl und Aluminium ein. Bei einem Innenraumvolumen unterhalb von 500 Gross Tons soll der Neubau viel Raum für zwölf Gäste, lange Fahrten und ein privates Eignerdeck bieten.

​Die Außenlinien und die allgemeine Raumaufteilung entwickelten Tommaso Spadolini und Elie Saab gemeinsam. Der als Modedesigner bekannt gewordene Saab zeichnet mit Elie Saab Maison für das Interieur verantwortlich. Der Libanese teilt sich die kreative Leitung mit dem italienischen Architekten Carlo Colombo, die auch Möbelstücke aus ihrer eigenen Kollektion auswählten.

Fünf Decks und viel Privatsphäre

Supernova 50 misst 49,80 Meter in der Länge und 9,05 Meter in der Breite. Der Rumpf entsteht aus Stahl, der Aufbau aus Alu. Mit 499 Gross Tons bleibt sie knapp unter der für diese Größe wichtigen 500-GT-Grenze. ​

Als auffälligstes Detail nennt Maiora das Eignerdeck. Die Suite auf dem Oberdeck soll mit einer privaten Terrasse rund 90 Quadratmeter Innen- und Außenfläche bieten. Hinzu kommen fünf Gästekabinen. Zwei Suiten auf dem Hauptdeck erhalten jeweils eine eigene Terrasse mit etwa sieben Quadratmetern Fläche.

Am Heck ist eine wandelbare Beach Area mit Pool und seitlich abklappbaren Plattformen vorgesehen. Ein großer Tender soll integriert werden, ohne den Zugang zum Wasser einzuschränken. Die Werft spricht von einer Yacht, bei der Innenräume, Terrassen und die Nähe zum Wasser stärker als bisher ineinandergreifen sollen.

Voyager-Konzept von Maiora

Bei aller Inszenierung des Saab-Interieurs soll Supernova 50 keine reine Liegeyacht sein. Maiora positioniert das Modell ausdrücklich als Voyager für längere Distanzen. Zwei MAN-Dieselmotoren mit jeweils 1.066 Kilowatt sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten ermöglichen. Bei elf Knoten Reisegeschwindigkeit gibt die Werft eine Reichweite von 4.150 Seemeilen an.

Das Ruderhaus liegt unter dem Sonnendeck vor der Kapitänskabine. Damit folgt das Projekt dem Trend zum Eignerdeck, das vermehrt auf Yachten unter 60 Metern Einzug hält. Für Maiora ist der Neubau zugleich ein industrieller Schritt. Gebaut, ausgerüstet und fertiggestellt wird Supernova 50 innerhalb der Next Yacht Group an den Standorten Viareggio und den kürzlich übernommenen Siman-Anlagen in Pisa.

​„Im Kern ist die Supernova 50 etwas sehr Persönliches: eine Yacht, die für die Familie, gemeinsame Erlebnisse und die Freude am schönen Leben auf See konzipiert ist – ganz gleich, wohin die Reise Sie führt“, sagt Elie Saab Jr., CEO von Elie Saab.

Technische Daten Maiora Supernova 50

MerkmalAngabe
Länge über alles49,80 m
Breite9,05 m
Tiefgang2,40 m
Bruttoraumzahl499 GT
RumpfStahl
AufbauAluminium
Motoren2 x MAN D2862-LE489, je 1.066 kW
Höchstgeschwindigkeit16 kn
Reisegeschwindigkeit11 kn
Reichweite bei 11 kn4.150 sm
Gäste12 in 6 Kabinen
Crew9 in 5 Kabinen
AblieferungZweite Jahreshälfte 2028

Wie ein Eigner eine große Stahlyacht konsequent auf den Einsatz in nördlichen Revieren ausrichten ließ, zeigt das Porträt der „Cinderella Noel IV“.

Warum die 500-GT-Grenze bei einer 50-Meter-Yacht konstruktiv besonders anspruchsvoll ist, wird auch im Bericht über die Rossinavi „Piacere“ deutlich.

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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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