Superyachten zum VerkaufIm Angebot auf Platz 7 bis 5

Uske Berndt

 · 13.05.2026

Platz 7: Knapp 78 Meter misst "Energy", ein Design von Espen Oino.
Foto: Burgess
Der Secondhand-Markt für Superyachten zum Verkauf ist gut gefüllt. Im gehobenen Segment wird man ab rund 120 Millionen Euro fündig und damit in Kürze zum Eigner. BOOTE EXCLUSIV stellt das Ranking vor, in Teil zwei geht es um “Energy”, “Mar” und “Luna”.

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​Platz 7: “Energy” für 185 Mio. Euro

Für diese voluminöse Amels (77,8 Meter) legte sich Espen Øino ins Zeug, das Interieur verantwortete François Zuretti. Das Oberdeck gilt als Meisterstück des multifunktionalen Designs, hier dient der Heli-Landeplatz gleichzeitig als Sonnenterrasse oder Open-Air-Yogastudio. Spektakulär tritt auch das Eignerdeck auf: Die nach vorn gerichtete Suite verfügt über eine raumhohe Verglasung und direkten Zugang zu einer privaten Terrasse mit Whirlpool und Marmor-Feuerstelle.

Auf dem Hauptdeck liegen zwei VIP-Suiten mit Glasschiebewänden und privaten Balkonen, die übrigen der insgesamt 14 Gäste nächtigen eine Etage tiefer. An anderer Stelle auf der Beletage finden sich ein formeller Speisesaal, ein Büro, ein Kampfsportstudio, eine Wasserfall-Lounge sowie eine spektakuläre Lobby mit gläsernem Aufzug. Das Brokerhaus preist die Stahl-Alu-Lady von 2022 als „kaum genutzt und so gut wie neu“ an.

​Platz 6: “Mar” (Ex-Lana) kostet 195 Mio. Euro

Die 107 Meter lange Signora sorgte für Furore, als sie 2019 die Benetti-Hallen als erster von drei Neubauten jenseits der 100 Meter verließ. Am Standort Livorno reservierten die Italiener monatelang nebeneinanderliegende Bauplätze für das Giga-Trio. Nach dem Launch prangte zunächst der Name „Lana“ am Heck. Bei der Gestaltung der heutigen „MAR“ griff Pierluigi Ausonio (P.L.A.N.A.) dem Benetti-Team unter die Arme.

Besonders hervor stach der acht Meter lange Pool, der in nur 45 Minuten voll gefüllt ist. Zum Star machte ihn seine Position: in luftiger Höhe auf dem vorderen Sonnendeck. Ungewöhnlich fällt auch auch die Platzierung der Schlafplätze aus. Während die Eigner auf Höhe der Brücke wohnen, verteilen sich die VIPs auf sieben Suiten auf dem Hauptdeck. Jede misst 33 Quadratmeter und übertrifft die Kabinengröße ähnlicher Charterschiffe. Top 10: Platz 10 bis 8

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Platz 5: “Luna” für 200 Mio. Euro

Dieser gut 20 Meter breite Stahl-Alu-Bau stammt aus dem Jahr 2010. Erstbesitzer des 114 Meter messenden Eisklasse-Explorers war R​oman Abramowitsch, der mit dem Design von Newcruise – unter der Leitung von Frank Neubelt – seine „Le Grand Bleu“ ersetzte. „Luna“ entstand in Kooperation zwischen der Lloyd-Werft in Bremerhaven und Stahlbau Nord. Da Abramowitsch das gute Stück nicht behalten wollte, übernahm der russische Unternehmer Farkhad Akhmedov die Yacht, die im Rahmen der Scheidung seiner Ex-Frau zufiel und mehrere Jahre in Dubai festlag.

2021 stand ein größeres Refit an, 2022 machte sie bei Blohm + Voss fest und soll aktuell erneut eine Schönheits-OP über sich ergehen lassen. Um die bis zu 18 Gäste an Bord könnte sich eine 51-köpfige Crew kümmern, zumindest stehen so viele Schlafplätze zur Verfügung. Weiterhin findet sich an Bord neben einem überraschend modernen Donald-Starkey-Interieur das übliche Angebot aus Disco, Kino, Spa und Gym sowie ein beachtliches Arsenal an Tendern und Toys.

Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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