Top 10 SuperyachtenPlatz 4 und 3 auf dem Gebrauchtmarkt

Uske Berndt

 · 14.05.2026

"Luna": Die Oceanco erblickte einst als "DAR" das Licht der Welt.
Foto: F. Martinez
Selbst ein teures Super-Format muss ja nicht neu sein. Auf dem Secondhand-Markt wird man schneller zum Eigner oder zur Eignerin als bei einem Neubau. BOOTE EXCLUSIV hat sich bei den Brokern umgeschaut und stellt die Top 10 Superyachten vor. Zum Beispiel “Luna” (Ex-Dar) und “Lady Lara”.

​Platz 4: “Luna” (Ex-DAR) für 218 Mio. Euro

Die Oceanco erblickte 2018 als „DAR“ das Licht der Welt und tat das nicht unbemerkt. Designer Luiz De Basto hatte ein Konzept mit damals sehr üppigen Glasflächen im Kopf, das er der niederländischen Werft vorlegte. Die kam nach diversen Berechnungen zu dem Schluss: Das müsste gehen. Und so entwickelte sich eine 90 Meter lange Yacht mit 400 Quadratmeter Außenglas. Die Hamburger Spezialisten von Tilse installierten dafür 188 Formglasscheiben, die teilweise über drei Decks verbunden sind. Dass von außen niemand in das Innere schauen kann, liegt an der Tönung und auch am Verzicht auf Seitendecks. Die Brücke mit ihren Nocken und dem Dachüberstand ähnelt einem Hammerhai, der Mast ist wie eine Flosse geformt.

Auch in den Salons und Suiten ließ Designerin Valentina Zannier (Nuvolari Lenard) die Tier- und Pflanzenwelt aufleben, etwa durch Fisch-Reliefs an den Wänden des Treppenhauses oder Weinreben auf dem Salonteppich. Erste Einblicke ins Interieur. Anfang 2024 wanderte die Yacht in die Hände eines US-Milliardärs, der sie „Luna“ benamste und sicher genoss, mit ihr schnell unterwegs zu sein. Der 14,2 Meter breite Verdränger läuft bis zu 20 Knoten dank zweier MTU-Zwanzigzylinder mit je 3.540 Kilowatt Leistung.

​Platz 3: “Lady Lara” kostet 230 Mio. Euro

Während ihrer Bauphase bei Lürssen in Schacht-Audorf trug die Dame den Code namen „Orchid“, dem Eigner gehörte bis dato eine 60-Meter-Benetti gleichen Namens. Seine Neue misst 91 Meter und ist ein Werk von Reymond Langton. Schon 2023, nach einem 15-Millionen-Euro-Refit, kam die Stahl-Alu-Konstruktion auf den Markt. Bis zu 16 Gäste können an Bord übernachten, um die sich eine 28-köpfige Crew kümmert.

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Gegen Langeweile stehen zwei Pools, ein Kino sowie ein Spa mit Hamam, Schlammbad und Eisbrunnen bereit. Kunstkenner erfreuen sich an den Werken von Damien Hirst, die das durchweg in Weiß und Silber gehaltene Interieur bereichern. Fast alle Möbel stammen vom italienischen Label Fendi. Interessenten, die „Lady Lara“ vorab auf Herz und Nieren testen möchten, buchen sich über Y.CO ab 1,4 Millionen Euro pro Woche ein.

Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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