Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde der Port Calanova zum Austragungsort des BOOTE-Fahrtrainings. Nach dem Frühjahrstermin auf Mallorca kamen im Oktober 21 Teilnehmer zusammen, um unter Anleitung erfahrener Skipper zu üben. Gemeinsam mit unseren Partnern Boote Polch, der Bootsschule OnWater, dem WeBoat Club und Pantaenius bekamen sie an drei Tagen ein vielseitiges Lehrprogramm geboten.
Anders als in der Fahrschule stand nicht eine Prüfung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer sollten Manöver wiederholen, bis sie sich an Bord sicherer anfühlen: An- und Ablegen, Hafenmanöver, Knoten und Ankern. Bei Temperaturen von 27 Grad, bewölktem Himmel und unruhiger Welle, lernten die Teilnehmer auch das richtige Anfahren der Wellen. Die Gruppen wechselten während der drei Tage zwischen den Booten. So konnten sie testen, wie unterschiedlich sich die Modelle beim Steuern und Manövrieren mit einem anfühlen.
Zur Flotte gehörten eine Axopar 25 XT, eine Axopar 29 ST, eine Axopar 38 XC sowie eine Nimbus T9 und eine Nimbus T11. Auch bei der ersten Ausgabe des Fahrtrainings auf der Mosel war das Üben auf verschiedenen Booten Teil des Konzepts. Auf dem Binnenrevier stand das Schleusen im Vordergrund.
Wie unterschiedlich die Vorkenntnisse waren, zeigte sich bei den Teilnehmern. Matthias Stienen aus Bottrop sagt: “Ich habe erst Anfang des Jahres meinen Sportbootführerschein in Palma gemacht.” Er wurde über die Suche nach einem Charterboot beim WeBoat Club auf das Training aufmerksam. Da er regelmäßig auf Mallorca ist, möchte er dort künftig häufiger selbst fahren. Andere kamen bereits zum zweiten Mal, darunter ein Teilnehmer, der diesmal seine Frau mitbrachte. Eine Teilnehmerin wollte vor allem mehr Routine am Steuer gewinnen und mit Klischees über Frauen an Bord aufräumen. Auch zwei Brüder mit Segelerfahrung nutzten die Tage, um Motorboote besser kennenzulernen.
Die Nachtfahrt ist inzwischen fester Bestandteil des dreitägigen Programms. Alexander Dirschinger, der selbst eine Axopar 29 fährt, hob neben dem Blick auf das nächtliche Palma vor allem den Lernfaktor hervor: Entfernungen und Wellenbilder wirken bei Dunkelheit anders. Die Teilnehmer übten, mithilfe von Radar und Seekarte den Schiffsverkehr einzuordnen. Für einen anderen Teilnehmer war gerade diese Fahrt ungewöhnlich, weil ein Tagescharter normalerweise vor Einbruch der Dunkelheit endet.
Warum die Vorbereitung einer Nachtfahrt mit dem Motorboot mehr umfasst als einen Blick auf den Kartenplotter, wird auf dem Wasser rasch deutlich. Die Instrumente helfen bei der Orientierung, nehmen der Crew aber das Beobachten des Verkehrs nicht ab.
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Beim Sicherheitstraining erläuterte Ole Pietschke von Pantaenius, worauf es bei einem Seenotfall und bei einem Brand an Bord ankommt. Zwei Teilnehmer demonstrierten das Auslösen einer Rettungsweste. Anschließend wurde eine Rettungsinsel zu Wasser gelassen und gezeigt, wie man in einem solchen Notfall handeln sollte. Ein Freiwilliger probierte mit angelegter Rettungsweste aus, wie sich der Einstieg anfühlt. Das Auslösen von Signalraketen übernahmen zwei Skipper und rundeten das Programm ab.
Nachdem der Pantaenius-Experte unterschiedliche Feuerlöscher und dessen Einsatz erklärte, durften die Teilnehmer selbst Hand anlegen. In einem kleinen Becken zündete Ole Pietschke immer wieder das Feuer an, sodass Freiwillige den richtigen Umgang beim Löschen des Feuers erlernen konnten. Viele der Teilnehmer hatten noch nie einen Feuerlöscher in der Hand, weshalb auch dieser Programmpunkt zu einem Highlight des BOOTE-Fahrtrainings wurde.
Zum Abschluss gab es eine Ausfahrt mit der gesamten Flotte in die Cala Blava mit einem gemeinsamen Mittagessen auf den Booten. “Lehrreich, super viel Spaß und ehrlich gesagt eine unvergessliche Zeit”, fasst Teilnehmer Alexander Dirschinger das BOOTE-Fahrtraining zusammen.
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Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion
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