BootsangelnWas Sie für einen Törn am Vestfjord wissen sollten

Thorsten Trojan

 · 10.10.2026

Das Angeln-Spezial wird präsentiert von
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Sorgfältige Vorbereitung vor jeder Drift: Bugmotor, ...
Foto: Tracker Boats
​Eigene Ausstattung ist beim Bootsangeln kein Muss. Von der Unterkunft bis zum Boot bekommt man alles vor Ort. Tipps für eine gelungene Angelreise.

Themen in diesem Artikel

​Das Ziel

Das Sommersel Fishing Camp liegt nahe Tranøy auf Hamarøy, direkt am Vestfjord, gegenüber den Lofoten. Das Revier bietet Sand- und Kiesflächen, Tangfelder, Rinnen sowie steil abfallende Kanten. Geschützte Buchten und Sunde schaffen Ausweichmöglichkeiten, wenn es draußen ungemütlich wird.

Anreise mit dem Trailer

Ein eigenes Boot eröffnet Freiheit bei Fahrzeiten, Angelplätzen und Tagesablauf. Voraussetzung sind ein seetüchtiges Boot, ein technisch einwandfreies Gespann und ausreichend Erfahrung auf kalten Küstengewässern. Für die gut 3.000 Kilometer lange Strecke planten wir fünf Fahrtage ein. Die SaltPatrol lässt sich trotz ihrer Größe gut über Land transportieren, bietet ausreichend Platz für bis zu vier Angler und schafft auf dem Nordmeer die Reserven, die ein solches Revier verlangt.

Ohne eigenes Boot

Das Abenteuer funktioniert aber auch ohne eigenes Gespann. Viele nordnorwegische Angelcamps bieten Unterkunft und Boot als Paket an. Auch im Sommersel Fishing Camp können gut ausgestattete Angelboote gemietet werden. Die Anreise erfolgt dann per Flug nach Bodø. Von dort geht es mit Mietwagen, Transfer oder Personenschnellfähre weiter nach Hamarøy. Transfers sind nach Absprache möglich. Diese Variante spart mehrere Reisetage und ist für viele Angler der einfachere Einstieg in das Revier.


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Wetter und Sicherheit

Wind gegen Strömung kann bereits bei moderaten Windstärken eine kurze und steile See erzeugen. Deshalb sollten immer geschützte Routen und Ausweichgebiete eingeplant werden.

Aktiv mit Kunstködern

Wir fischten bevorzugt in Tiefen von weniger als 30 Metern. Erfolgreich waren unter anderem der Sandy Andy von Westin und der Butcher von Zeck. Das notwendige Ködergewicht richtet sich nach Tiefe und Strömung. In geschützten Bereichen lässt sich leichter und aktiver fischen. In stark strömenden Sunden sind schwerere Köpfe erforderlich, um den Kontakt zum Grund zu halten. Fisch und Kühlung Gefangener Fisch sollte schnell versorgt, sauber filetiert, portioniert und vollständig durchgefroren werden. Für den langen Transport empfiehlt sich eine hochwertige, gut isolierte Kühlbox.

Angelregeln in Norwegen

Stand 2026 dürfen Touristen ab zwölf Jahren selbst gefangenen Fisch nur ausführen, wenn sie über einen registrierten touristischen Fischereibetrieb geangelt haben und die vorgeschriebene persönliche Dokumentation mitführen. Die Ausfuhrmenge beträgt 2026 höchstens 15 Kilogramm Fisch oder Fischprodukte pro Person. Ab 2027 ist eine Reduzierung auf 10 Kilogramm vorgesehen. Für Heilbutt gilt derzeit ein Mindestmaß von 84 Zentimetern. Tiere über zwei Meter Länge müssen zurückgesetzt werden. Mindestmaße, Schonzeiten, Schutzgebiete, Meldepflichten und Ausfuhrregeln können sich ändern und müssen unmittelbar vor Reisebeginn bei den norwegischen Behörden geprüft werden.


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Thorsten Trojan

Thorsten Trojan

Freier Autor, Angelexperte

Thorsten Trojan ist der Angelboot-Experte des BOOTE Magazins. Als Hersteller von Aluminium-Arbeits- und Angelbooten und als Partner internationaler Marken kennt er die gesamte Kette: von der ersten Skizze über den Bau in der Werkstatt bis zum Härtetest auf Nordsee, Rhein oder Fjord. Gleichzeitig ist er als Organisator großer Raubfisch-Events und Turniere tief in der Angelszene verwurzelt und im ständigen Austausch mit Profis, Guides und ambitionierten Freizeitanglern. Die Kombination aus Handwerk, Technikverständnis und gelebter Praxis macht ihn zu einem profilierten Kenner dieser Nische.

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