Die European Boating Association ist eine gemeinnützige europäische Organisation. Seit 1982 vertritt sie die Interessen von Freizeit- und Sportbootfahrern. Zweimal im Jahr kommen die nationalen Boots- und Wassersportverbände zu einer Generalversammlung zusammen.
Bei offenen Motorbooten stand die Nutzung einer Notstopp Pflicht im Vordergrund. Diese “Kill Cords” stoppen den Motor wenn der Führer des Bootes über Bord geht. In den Niederlanden existiert die Pflicht auf Bundesebene für Boote die Schneller als 20 Kmh fahren können. In den anderen europäischen Staaten gibt es keine nationale Vorschrift. Die EBA möchte die Mitglieder für das Thema sensibilisieren und unterstützt die Royal Yachting Association aus Großbritannien, die eine Aufklärungskampagne für das Thema ins Leben gerufen hat.
Die Delegierten der nationalen Verbände befassten sich mit den weiterhin existierenden GPS-Störungen im Ostsee Raum. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung der Kenntnisse klassischer Navigationsmethoden wie der terrestrischen Navigation betont. Segler und Motorbootfahrer sollen sich nicht ausschließlich auf elektronische Navigation verlassen. Ein Vertreter des finnischen Verbandes berichtete über die Erfahrungen in Finnland und den damit einhergehenden Auswirkungen der Störsignale für die Schifffahrt.
Im Kontext der Navigation stand außerdem eine Umfrage der Mitglieder im Fokus, bei der die Vereinheitlichung elektronsicher Seekarten im europäischen Raum, diskutiert wurde. Konkrete Ergebnisse wurden nicht beschlossen.
Beim Thema Umweltschutz sprachen die Vertreter der Verbände über die Bedeutung von Seegrasflächen am Meeresgrund. Seegraswiesen dienen für viele Meereslebewesen als Lebensraum und Ökosystem. Eine Mitarbeiterin des EBA-Sekretariats erklärte die Bedeutung der Wiesen als wichtiger CO2 Speicher und Umweltschutzprojekt. Ihr Vortrag informierte über Schäden, die durch Anker und Mooringsbojen entstehen. Als Lösung wurden neuartige Mooring-Systeme vorgestellt, die das Schleifen der Ketten auf dem Meeresgrund vermeiden und somit geringen Einfluss auf den Seegrasbestand haben.
Neben den GPS Störungen wurde in Bezug auf die Sicherheit auch die Nutzung von Seenotsignalen aufgegriffen. Dabei ging es um den Unterschied von pyrotechnischen und elektronischen Seenotfackeln. Im Vergleich zu herkömmlichen pyrotechnischen Fackeln sind elektronische Signale einfacher und zuverlässiger zu bedienen und bergen keine Verletzungsrisiken. Elektronische Seenotfackeln haben allerdings aktuell noch keine SOLAS Zulassung und sind im europäischen Raum als vorgeschriebenes Signalmittel nicht zugelassen. Die EBA benennt sie somit lediglich als Sinnvolle Zusatzausrüstung.
Welches der in Hamburg diskutierten Sicherheitsthemen betrifft Sie an Bord am meisten: GPS-Störungen, elektronische Seenotsignale oder der Notstopp am Motorboot?

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