BOOTE
· 16.04.2026
Es ist Zeit, aus dem Lehnstuhl aufzustehen – der Sommer liegt in der Luft. Der Winterschlaf ist vorbei, und das Boot muss für die neue Saison auf dem Wasser wieder in Form gebracht werden. Eine sorgfältige Planung im Voraus reduziert den späteren Zeitaufwand deutlich.
Hilfreich ist zum Beispiel eine Checkliste, die Punkt für Punkt abgearbeitet wird – ähnlich wie ein Pilot seine Kontrollen vor dem Start durchgeht. Die folgende Liste lässt sich selbstverständlich erweitern, und es lohnt sich, sie über die Jahre hinweg zu ergänzen und anzupassen. Sie dient vor allem als Orientierung, da die nötigen Arbeiten je nach Bootsgröße variieren. Mit der Vorlage kann sich jedoch jeder Skipper ganz einfach eine eigene, zum Boot passende Checkliste zusammenstellen.
Viele Skipper vergessen nur zu leicht, der Winterplane die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken, damit sie auch im darauffolgenden Herbst noch wintertauglich ist.
Zunächst muss man die Plane reinigen und zum Trocknen auslegen, ehe man sie zusammenlegt. Erst dann prüft man:
Hier gilt der Ankergeschirr-Mimik besonderes Augenmerk, weil sie in Notsituationen (Motor fällt aus) im wahrsten Sinne des Wortes zum Rettungsanker wird. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, Tiefenmarkierungen an Kette oder Leine mit Farbe oder Tape zu erneuern oder neu anzubringen. Weitere Checks:
Niemand, der sein Haus fünf oder sechs Monate verschließt, erwartet beim Wiederkommen denselben guten Zustand wie beim Verlassen. Bei einem Boot erst recht nicht, weil Feuchtigkeit und mangelnde Belüftung deutliche Spuren hinterlassen. Wichtigste und erste Frühjahrsputzmaßnahmen sind das Lüften, Reinigen und Absaugen von Polstern und Matratzen, die man beim ersten warmen Sonnenlicht ins Freie schafft. Lüften und Reinigen heißt auch die erste Bootspflicht für alles, was verschlossen war, wie Schränke, Stauräume und Backskisten. Außerdem auf dem Zettel:
Heute spielt die Elektrik an Bord neben der Funktion der Motoren die wichtigste Rolle. Ohne sie läuft nichts, springt nicht einmal der Motor an. Deshalb setzt man in puncto Elektrik die gründlichsten Checks an. Ohne es bei den einzelnen Prüfpunkten jedesmal extra zu erwähnen: Man sprüht Anschlüsse und Verbindungen grundsätzlich mit einem Antikorrosionsspray, wie beispielsweise WD 40, ein. Und was liegt im Einzelnen an?
Die beste Sicherheit an Bord ist gute Seemannschaft der Crew. Das setzt voraus, dass sich der Skipper seiner Verantwortung bewusst ist und Mitreisende entsprechend instruiert, was im Notfall zu tun ist. Zur wichtigsten Ausrüstung zählt in jedem Fall eine ohnmachtsichere Schwimmweste (und deren Handhabungsinformation) für jeden „Passagier“. Und außerdem?
Das ist ein Kapitel für sich und würde hier den Rahmen sprengen, zumal die unterschiede zwischen Einbaumotoren mit deren Antriebssystemen und Außenbordern groß sind. In der Regel sollten außerdem alle relevanten Arbeiten bereits beim Einwintern erledigt worden sein. Im übrigen lassen Sie lieber eine Fachwerkstatt ran.
Vergessen Sie nicht, sämtliche Papiere zu checken. Dazu zählen Eigentumsnachweis, Zulassungen, Versicherungen, Betriebsanleitungen, Werkstatthandbücher und auch eine Liste wichtiger Telefonnummern für den Notfall.