Die Paradeaufstellung, die sich am Samstag, dem 27. Juni um 11 Uhr am Vormittag auf der Kieler Innenförde in Bewegung setzten wird, kann sich sehen lassen: Insgesamt 53 Traditionsschiffe sind gemeldet. Für die Windjammerparade werden sie in fünf Abteilungen eingeteilt, jeder Segler mit einer genauen Position innerhalb des Verbandes. Die Spitzenposition in der ersten Abteilung gehört dabei dem Führungsschiff.
In diesem Jahr ist das der deutsche Dreimast-Toppsegelschoner “Thor Heyerdahl”. Traditionell wird die Rolle zwar vom in Kiel beheimateten Segelschulschiff “Gorch Fock”, in diesem Jahr ist die weiße Bark der Deutschen Marine allerdings anderweitig unterwegs – sie nimmt am 4. Juli in New York an den Feierlichkeiten rund um den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten von Amerika teil.
Vor dem Start der Windjammerparade in Kiel werden sich die beteiligten Schiffe vor dem Ostufer der versammeln und von diesen Wartepositionen aus die Paradestellung einnehmen. Falls der Wind stimmt, werden zu diesem Zeitpunkt Segel gesetzt. Die Vorhersage geht derzeit von schwachem Südwest aus – eine gute Richtung für Rahsegler auf Nordostkurs.
Das Startsignal schließlich wird zwischen 10:50 Uhr und 11 Uhr vom Führungsschiff “Thor Heyerdahl” gegeben, zum einen über UKW-Kanal 11 (der während bis zum Ende der Parade auch der offizielle Verkehrskanal für Anweisungen und Durchsagen ist), zum anderen über ein klassisches Flaggensignal: das Vorheißen der Flagge H (“Hotel”).
Der Kurs der Windjammerparade verläuft über knapp fünf Seemeilen von der gedachten Startlinie etwa auf Höhe der beiden Sportboothäfen Wik und Mönkeberg durch die Friedrichsorter Enge bis zum Tonnenpaar “5”/“6” etwa querab des Marine-Ehrenmals in Laboe. Aus Sicherheitsgründen wird der Verband aber erst im Bereich der Tonne “4” aufgelöst.
Neben den Traditionsseglern gehören auch eine Reihe von Segelyachten zur Formation. Sie befinden sich jeweils am Ende der einzelnen Abteilungen. Zuschauerboote können die Windjammerparade ebenfalls begleiten, dürfen die Teilnehmer aber besonders während der Einnahme der Positionen und auch später nicht behindern. Eine Übersicht über die verschiedenen Typen von Großseglern haben wir hier zusammengestellt.

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