In diesem Zeitraum bündelt das Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt Donau MDK alle notwendigen Bau- und Unterhaltungsprojekte, um die Einschränkungen für die Schifffahrt zwischen Rhein und Donau auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken. Je nach Projektumfang legt das WSA am Main-Donau-Kanal acht der insgesamt 20 gesperrten Schleusenkammern ganz oder teilweise trocken. Dadurch sind nicht nur Teile der Schleusen, die normalerweise unter Wasser liegen, zur Inspektion einsehbar, sondern auch Arbeiten in diesen Bereichen möglich. So können dort zum Beispiel Beton oder Stahlwasserbauteile instandgesetzt werden.
In Forchheim wird mit dem Wechsel des oberen und unteren Schleusentors ein wichtiges Großprojekt abgeschlossen und ein bedeutender Meilenstein beim Instandhaltungsmanagement erreicht. Alle 32 Schleusentore am Main-Donau-Kanal wurden seit 2008 während der jährlichen Sperrpausen ersetzt, was die langfristige Verfügbarkeit des Kanals für die kommenden Jahrzehnte sichert.
Das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Aschaffenburg bereitet gleichzeitig den Ersatzneubau der Schleuse Erlangen vor und errichtet zur Bauabwicklung des Neubaus in Kriegenbrunn eine Behelfsbrücke über den Kanal. In Berching wird sowohl der Maschinenbau am Untertor als auch die Elektrotechnik durch die FMS überholt.
Die Vielzahl der anstehenden Aufgaben veranschaulicht, dass das WSA Donau MDK weit über die Sperrzeit hinaus zahlreiche Verantwortlichkeiten entlang der über 380 km langen Bundeswasserstraße zwischen Bamberg und Jochenstein übernimmt.
Insgesamt beträgt das Auftragsvolumen für die Arbeiten am Main-Donau-Kanal zehn Millionen Euro. Über fünfzig Aufträge werden zum Teil im Drei-Schicht-System durch mehr als hundertfünfzig externe Arbeitskräfte bearbeitet.
Neben den in enger Zusammenarbeit von Firmen ausgeführten Leistungen setzt das WSA Donau MDK mit fast dreihundert eigenen Beschäftigten viele essentielle Wartungsarbeiten an Bauwerken, Maschinen und Elektrotechnik um. Dabei kommen sieben Wasserfahrzeuge, zwanzig Autokräne sowie fünf Berufstauchgruppen des WSA Donau MDK sowie weiterer Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter zum Einsatz.
Zeitgleich zum jährlichen Bau- und Wartungsprogramm des WSA Donau MDK nutzen weitere Verwaltungen und Unternehmen diese geplante Sperrzeit um Arbeiten im Bereich der Wasserstraße durchzuführen. In diesem Jahr wird beispielsweise während dieser Zeit in Nürnberg ein Teil der Frankenschnellwegbrücke abgerissen.
Das WSA Donau MDK ist für die Bundeswasserstraßen Donau und Main-Donau-Kanal zwischen dem oberfränkischen Bamberg und Jochenstein an der Deutsch-Österreichischen Grenze auf einer Länge von rund 380 km zuständig. Das WSA ist als Teil der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV).

Ressortleiter Reise