Die pulsierende Hauptstadt der Provinz im Norden ist ebenfalls eine Studentenstadt. Das merkt man allerorten. Wer mit dem Boot kommt, wird höchstwahrscheinlich irgendwo entlang der Anlegestellen im Prinsentuin festmachen. Dort sitzen und liegen im Sommer die Studenten und freuen sich über die vorlesungsfreie Zeit. Dabei wird gegrillt, musiziert und Yoga geübt.
Leider gab es zuletzt immer wieder Meldungen über Einbrüche auf Booten im Prinsentuin. Darauf hat die Gemeinde reagiert: Man bewacht das Gebiet stärker. Dennoch, beim Verlassen des Bootes ist es sinnvoll, Wertsachen in der Kajüte zu deponieren und gut abzuschließen. Dann geht es über die Straße und direkt ins Zentrum. Dort wimmelt es nur so von Cafés und Restaraunts.
Auch an historischen Bauwerken mangelt es nicht: Allen voran bewundern Besucher den Oldehove, einen schiefen Kirchturm, der schon beim Bau wegsackte. Die Baumeister reagierten, sodass die oberen Stockwerke gerader gebaut wurden. Auch de Waag auf dem zentralen Markt oder die Kanselarij sind eindrucksvolle Bauwerke.
Das Besondere an Leeuwarden aber ist die Atmosphäre. Einfach im Café sitzen und die Stadt und ihre Menschen auf sich wirken lassen. Tipp: Eine Dinghitour durch die Stadt. Über Kanäle und unter Brücken hindurch, sogar durch Tunnel kreuz und quer, dazu die kleinen Grachten. Alles ist ausgeschildert und vollkommen legal. Ein Riesenspaß!
Leeuwarden erreicht man über den Van Harinxmakanaal aus Richtung Harlingen oder Grou oder über den schönen Dokkumer Ee aus Dokkum kommend. Anlegen mit Strom und WCs und Duschen entlang der Gracht. Dabei mit Mast auf die Bäume achten! Am Ufer können es auch weniger als zwei Meter Tiefe sein, allerdings ist der Boden sehr weich.
Jachthaven Oosterhaven, jachthavenoosterhaven.nl, Tel. Hafenmeister: +31 6 113 432 02, Gastliegeplätze bis 20 Meter Länge, Tiefe: 4 Meter.