Möglicherwiese kann die Schleuse Müden bereits Anfang Februar 2025 wieder für den durchgehenden Schiffsverkehr genutzt werden kann. Das gaben die Verkehrsministerien Deutschlands und Luxemburgs gemeinsam bekannt. Für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn, in dessen Zuständigkeitsbereich die seit dem 8. Dezember 2024 gesperrte Schleuse liegt, bedeutet das zeitliche Ziel eine besondere Herausforderung, da die Sanierungsmaßnahmen nun schneller als ursprünglich geplant umgesetzt werden müssen.
Diese Maßnahmen sollen in zwei Schritten erfolgen: Im ersten wird die beschädigte Schleusenwand provisorisch soweit repariert, dass neue Torflügel eingebaut und in Betrieb genommen werden können. Sobald die Schleuse Müden für den Schiffsverkehr freigegeben ist, wird im zweiten Schritt die vollständige Instandsetzung des Massivbaus durchgeführt, und zwar exklusiv vom Schleusenplateau aus. Diese Vorgehensweise ist neu und wurde bisher noch nicht praktiziert, erlaubt aber nahezu uneingeschränkten Betrieb der Schleuse während der Sanierung.
Das WSA Mosel-Saar-Lahn zeigt sich optimistisch, diese Herausforderungen zu bewältigen, sofern die Wetterbedingungen mitspielen. Genauere Details zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen and er Schleuse Müden sollen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.
Ein Ersatztor, das in Trier gelagert wird, wird durch den Bauhof des WSA Mosel-Saar-Lahn fertiggestellt und einsatzbereit gemacht. Obwohl das Tor bereits 2005 hergestellt und konserviert wurde, müssen noch viele Komponenten an den Torflügeln montiert werden, darunter Schütze, Schützhubwellen, Dichtungen und Spurlager. Diese Teile, die die Bewegung der Torflügel ermöglichen, benötigen eine genaue Ausrichtung und ebenfalls eine Konservierung. Sobald die Torflügel vollständig sind, werden sie auf ein Schiff geladen und auf der Mosel zur Schleuse Müden transportiert. Dieser Transport ist für die dritte Kalenderwoche 2025 geplant.
In Müden wird derzeit ununterbrochen daran gearbeitet, die Schifffahrt auf Mosel und Saar wieder in Gang zu bringen. Die Schleuse wird seit über vier Tagen ohne Pausen erfolgreich mit einem improvisierten Notverfahren für den Schiffsverkehr nach Süden genutzt. So wird der oberhalb entstandene Stau an Schiffen nach und nach abgebaut und die Weiterfahrt zum Rhein ermöglicht.

Ressortleiter Reise