Apps“Binnen Skipper” bündelt Revierdaten fünf bayrischer Seen

David Ingelfinger

 · 17.08.2026

Seit dem 7. August deckt "Binnen Skipper" den Chiemsee, Starnberger See, Ammersee, Tegernsee und den Großen Brombachsee ab.
Foto: Jan Jepsen
​Die App “Binnen Skipper” bringt Revierinformationen von fünf bayerischen Seen in einer Anwendung zusammen. Neben Offline-Karte und Ankerwache liefert sie Pegelstände, Wetterdaten und Infos zu Schutzzonen, die für Motorbootfahrer auf bayerischen Binnenseen besonders relevant sind. Die Grundfunktionen sind kostenlos, der volle Funktionsumfang kostet einmalig 14,99 Euro.

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Der App-Markt bietet eine Vielzahl an Anbietern, die Navigations- und Wetterdaten erfassen und über das Smartphone zugänglich machen. Auf vielen Binnengewässern fehlt bislang eine einheitliche Plattform, die diese Daten für mehrere Reviere in einer Anwendung zusammenführt. Um diese Lücke in Bayern zu schließen, hat der Anbieter Skipperfriends seine ursprünglich für den Chiemsee entwickelte App nun auf fünf bayerische Seen erweitert und unter dem neuen Namen “Binnen Skipper” veröffentlicht.

Offline-Karte mit Hafendaten und Ankerwache

Kern der App ist eine Offline-Seekarte, die vollständig auf dem Gerät gespeichert wird und auch ohne Empfang funktionieren soll. Je nach Revier zeigt sie Häfen, Stege, Slipstellen, Kranstellen, Dampferstege, Untiefen, Bojen sowie Ruhe- und Schutzzonen. Die eigene Position ist jederzeit sichtbar und eine Peilung zum nächsten Hafen lässt sich jederzeit abrufen.

Für mehr Sicherheit vor Anker soll die kostenlose Ankerwache sorgen. Sie überwacht die Position des Bootes und löst laut Anbieter einen lauten akustischen Alarm aus, sobald das Boot den festgelegten Bereich verlässt. Sie läuft auch bei gesperrtem Bildschirm im Hintergrund.

Schutz im Notfall

Wichtig für eine ordentliche Törnplanung sind aktuelle Wetterdaten. Auch wenn die kostenlose Version von Binnen Skipper nicht den kompletten Funktionsumfang bietet, sind die Wichtigsten für den Notfall enthalten: Die App macht alle amtlichen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes zugänglich. Auch die Informationen von den Sturmwarnleuchten der fünf Seen sind kostenlos verfügbar. Zur kostenlosen Grundausstattung gehören zudem Notrufnummern, Kontaktdaten der Wasserwacht und Informationen zur Seenotrettung. Aktuelles Wetter mit Vorhersage, der aktuelle Pegelstand und die Wassertemperatur sind ebenfalls abrufbar.

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Logbuch

Törns lassen sich in der App kostenlos per GPS aufzeichnen. Dabei werden die wichtigsten Daten wie Distanz, Dauer, Geschwindigkeit, Kurs oder Crewgröße erfasst. Alle gespeicherten Törns bleiben laut Skipperfriends dauerhaft erhalten und werden nicht gelöscht. Ohne die Pro-Version lassen sich jedoch nur die drei jüngsten Törns vollständig öffnen. Bei älteren Einträgen sind Datum, Strecke und Dauer noch sichtbar, die Detailansicht ist gesperrt.

Funktionen der Premium-Version

Das Pro-Modell von Binnen Skipper kostet einmalig 14,99 Euro und schaltet alle Funktionen frei. Neben dem Zugang zu den detaillierteren DWD-Wettermodellen ICON-D2 und ICON-EU kann man auch die Windrouting-Funktion nutzen. Diese berechnet für den aktuellen Tag die Windbedingungen und warnt vor aufkommenden Starkwind. Über die Homescreen-Widgets werden Wetter, Pegel, Wassertemperatur und Webcam direkt auf dem Startbildschirm angezeigt.

Hinzu kommen viele Funktionen für Datenliebhaber. Die Törnauswertung liefert einen Wetter-Rückblick für jeden einzelnen Törn. Mit der Saisonbilanz lassen sich außerdem alle Aufzeichnungen über einen längeren Zeitraum zusammenfassen. Gespeicherte Törns können als GPX-Datei exportiert oder als Karte geteilt werden. Wer sich messen will, kann außerdem eine virtuelle Regatta mit Yardstick-Wertung fahren.

Wer die App zuerst testen möchte, kann den vollen Pro-Funktionsumfang einmalig pro Gerät sieben Tage kostenlos nutzen. Der Test endet dabei automatisch ohne Kaufverpflichtung. Die App ist für iOS ab Version 15.1 und für Android verfügbar.

​Motorboote auf bayerischen Seen: Was erlaubt ist

Wer mit einem Motorboot auf einem der fünf abgedeckten Seen fahren möchte, muss die unterschiedlichen Regelungen kennen. Auf dem Tegernsee sind Motorboote mit Verbrennungsmotor grundsätzlich nicht zugelassen. Wer mit einem Motorboot auf dem See fahren will, kann das lediglich mit einem Elektroboot, wofür sich die Halter einmal jährlich eine Genehmigung besorgen müssen.

Auf Starnberger See und Ammersee werden nur eine bestimmte Anzahl an Genehmigungen für Verbrennungsmotors ausgestellt. Auf dem Chiemsee gilt für alle motorisierten Boote eine Genehmigungspflicht beim Landratsamt Traunstein, unabhängig davon, ob es sich um einen Benzin- oder Elektromotor handelt.


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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