Das heikle Manöver zur Rettung des Wals scheint nun erfolgreich abgeschlossen worden zu sein, nachdem zu hohe Wasserstände die Aktion vor zwei Wochen noch verhindert hatten. Der Buckelwal wurde bereits in den frühen Morgenstunden medizinisch versorgt und feucht gehalten, während er mit weichen Hebegurten gesichert wurde. Inzwischen konnte der Wal erfolgreich in die vorgesehene Position zwischen den Pontons manövriert werden.
Wie geplant wurden zunächst die Brustflossen des Tieres behutsam vom Schlick befreit, um anschließend Hebekissen unter dem Rumpf zu platzieren. Auf einer speziellen Plane gebettet und zwischen den Pontons gesichert, soll der Wal nun im Schlepp aus der flachen Bucht manövriert werden. Auch wenn der Buckelwal jetzt sicher verladen wurde, bleibt die Lage kritisch: Experten warnen weiterhin vor den erheblichen Belastungen für den Organismus durch den Transport. Zudem gibt es seit Tagen widersprüchliche Meldungen zum tatsächlichen Zustand des Tieres.
Seit Anfang März gab es zahlreiche Versuche den Buckelwal zu befreien. Da das Umweltministerium eine erfolgreiche Rettung für aussichtslos hielt, hatten die Behörden ihre Bemühungen jedoch nach einigen Wochen eingestellt. Das vorliegende Konzept für die Walrettung ermögliche nun eine „verantwortungsvolle Neubewertung auf Basis neuer fachlicher Möglichkeiten“, so in der Mitteilung des Umweltministeriums. Die Kosten und das Risiko muss die private Initiative vollständig selbst tragen. Veterinäre überwachen den Einsatz vor Ort.

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