52 Hochschulen, Universitäten und berufsbildende Einrichtungen aus dem In- und europäischen Ausland schicken ihre Teams ins Rennen an den Beetzsee in Brandenburg an der Havel. 64 Damen-, 73 Herren- sowie 43 Mixed-Teams paddeln auf der Regattastrecke um die Wette. Die Veranstaltung kombiniert sportlichen Wettkampf mit Betontechnologie und findet seit 1986 alle zwei Jahre statt. Die Studierenden aus Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Disziplinen entwickeln ihre Boote eigenständig – von der ersten Idee über die Materialrezeptur bis zur Herstellung der Betonschalen. Damit ein Kanu aus Beton schwimmt, müssen Konstruktion, Material und Fertigung präzise aufeinander abgestimmt sein. Die Aufgabe besteht darin, ein stabiles und leichtes Boot zu konstruieren, das ohne zusätzliche Beschichtung oder Abdichtung wasserdicht ist und über gute Fahreigenschaften verfügt.
„Die Betonkanu-Regatta ist weit mehr als ein sportlicher Wettkampf", sagt Cheforganisator Torsten Bernhofen vom Informationszentrum Beton. „Für Studierende aus Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Disziplinen ist sie ein reales Experimentierfeld für innovative Betontechnologien." Themen wie Materialeffizienz, Recycling und nachhaltige Betonrezepturen spielen bei der Entwicklung der Boote eine zentrale Rolle. Die Teams erarbeiten ihre Konzepte komplett eigenständig und müssen dabei beweisen, dass sie den Baustoff Beton in seiner ganzen Vielfalt beherrschen. Am Freitag, dem 19. Juni 2026, können Besucher die Betonboote auf dem Bootslagerplatz besichtigen. Die Jurys bewerten an diesem Tag die Boote in den Bereichen Konstruktion, Gestaltung und Nachhaltigkeit. Zudem werden die Kanus vermessen und gewogen. Die Studierenden geben Auskunft über ihre Konstruktionen und die Herstellung der Boote.
Am Samstag, dem 20. Juni 2026, starten ab acht Uhr morgens die sportlichen Wettkämpfe mit Vor- und Zwischenläufen. Die Konstruktion der Kanus sowie Taktik, Fahrtechnik und Kampfgeist der Mannschaften entscheiden darüber, welches Betonkanu den Konkurrenten auf der Regattastrecke letztlich um eine Bootsspitze voraus ist. Ab 14.10 Uhr folgen die Halbfinal- und Finalläufe. Um 17 Uhr findet die Siegerehrung statt. Die Regattastrecke Beetzsee wurde bereits 1969 errichtet und in den vergangenen Jahren umfangreich saniert und ausgebaut. Als Austragungsort großer nationaler und internationaler Meisterschaften hat sie sich bereits bewährt. Besucher können die Rennen hautnah auf der großen Zuschauertribüne verfolgen. An der Regattastrecke sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.
Neben den sportlichen Rennen zählt auch die Kreativität der Teams. In der Offenen Klasse präsentieren sie spektakuläre Konstruktionen, die mit außergewöhnlichen Formen, Konzepten oder Themenwelten überraschen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt – das Motto für die Bootsparade lautet „Ist aus Beton und schwimmt". 20 außergewöhnliche Boote nehmen an der Parade teil, die um 13 Uhr stattfindet. Besucherinnen und Besucher können sich auf originelle Designs und ungewöhnliche Konstruktionen freuen. Die Teams zeigen dabei, dass Beton weit mehr kann, als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Rennkanus, Schalungstechnik, Infotafeln und Bootsbaumaterialien können hautnah bewundert werden. Auf dem Instagram-Kanal @izb_betonkanu lässt sich schon jetzt der Baufortschritt der jeweiligen Teams beobachten.
Organisiert wird die Deutsche Betonkanu-Regatta vom Informationszentrum Beton im Namen der deutschen Zement- und Betonindustrie. Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 1986 hat sich der Wettbewerb zu einem festen Termin für den Ingenieur- und Architekturnachwuchs entwickelt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm gibt es unter www.betonkanu-regatta.de.

Redakteurin Reise