E1 SeriesErster Sieg für Team Drogba im Monaco GP

David Ingelfinger

 · 20.07.2026

Die Teams der E1 Series bestritten am 18. Juli im Hafen von Monaco den vierten Lauf der vollelektrischen Weltmeisterschaft.
Foto: Malcolm Griffiths/Getty Images
​Das Team vom ehemaligen Fußballer Didier Drogba gewinnt überraschend den vierten Grand Prix der E1 Series 2026 in Monaco. Bei kabbeliger See und schwierigen Wetterbedingungen gelang ihnen der erste Sieg in der E1-Historie. Alle Teams hatten mit den herausfordernden Bedingungen im Fürstentum zu kämpfen, was für einige weitere Überraschungen sorgte.

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Der vierte von den acht Saisonläufen der vollelektrischen E1 Series forderte die Teams maximal heraus. Die Bedingungen in Monaco waren bislang die härtesten in dieser Saison. Das Rennen führte nicht nur zu einem Premierensieg, sondern mischte auch die Gesamtwertung ordentlich durcheinander.

Technikpatzer im Qualifying

Das Rennwochenende im Port Hercule begann schon am Freitag mit einer Überraschung. Durch einen Propeller-Schaden und den dadurch entstandenen Leistungsverlust kam der bisherige Tabellenführer Westbrook Racing nicht über Startplatz fünf hinaus. Damit verpasste das Team von Will Smith, das zuvor zwei Siege in Folge eingefahren hatte, erstmals in dieser Saison die finale Qualifikationsrunde. Die Pole-Position sicherte sich überraschend das Heimteam Monaco.

Hoffnung auf den Heimsieg

Am Renntag änderte sich die Lage auf dem engen Kurs erneut. Das führende Team Monaco bog auf dem Wasser falsch ab. Dieser Patzer beendete alle Hoffnungen auf eine Finalteilnahme beim Heimrennen der E1 Series. Stattdessen kam die Crew nur in das Platzierungsrennen. Dort trafen sie auf Westbrook Racing. Das Team von Will Smith nutzte den Lauf zur Schadensbegrenzung, gewann das Platzierungsrennen und rettete sich damit auf den siebten Rang des Wochenendes.

Team Drogba dominiert die Finalläufe

Das Team von Didier Drogba dominierte beide Finalläufe in Monaco. Zuvor war ein siebter Platz am Comer See das beste Saisonergebnis des Teams in der E1 Series gewesen. In den Finalläufen am Samstag passte jedoch alles zusammen. Tara Pacheco gewann den ersten Lauf knapp vor der Konkurrenz vom Team Brady. Im zweiten Durchgang verteidigte Micah Wilkinson die Führung gegen Sam Coleman. Wilkinson wurde anschließend zum Piloten des Tages gewählt. Mit dem Sieg kletterte das Team auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung.

Kampf um die Gesamtwertung

Das Team Brady sicherte sich mit dem zweiten Platz in Monaco wertvolle Punkte für die Gesamtwertung. Die amtierenden Meister übernehmen nun erstmals in dieser Saison die Führung mit 119 Punkten. Das Team Westbrook Racing von Will Smith liegt mit neun Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. Den dritten Podestplatz in Monaco holte das Team Miami. Für die Mannschaft ist es das erste Podium nach 13 Rennen. Die E1 Series zieht nun weiter nach Luanda in Angola, wo am 12. und 13. September das nächste Rennen ansteht.

E1 Series: Hintergründe

Die E1 Series fungiert offiziell unter dem Dach der Union Internationale Motonautique (UIM), dem einzigen vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannten Dachverband für den motorisierten Wassersport. Sie regelt neben der E1 auch etablierte Klassen wie die F1H2O und die Offshore-Kategorien Class 1 und XCAT.

Hinter den meisten Teams stehen prominente Eigentümer, die als Teamchefs auftreten, darunter Football-Legende Tom Brady, Tennisprofi Rafael Nadal, Cricket-Star Virat Kohli und Schauspieler Will Smith. Neben den Weltstars gibt es aber auch Teams wie AlUla oder das neue Team Monaco, die für eine bestimmte Region antreten.

Finanziert wird die E1 maßgeblich durch den Public Investment Fund aus Saudi-Arabien. Das Geld aus der Wüste ermöglicht die Weiterentwicklung der Boote und finanziert die Logistik hinter dem globalen Wettbewerb. Gleichzeitig wird die Partnerschaft aber auch im Kontext von Sportswashing immer wieder kontrovers diskutiert.


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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