Wo die Warnow in die Ostsee fließt, liegt das frühere Fischerdorf Warnemünde. Der Ort an der Mecklenburger Bucht, der seit 1323 zur Hansestadt Rostock gehört, ist nicht nur eines der bekanntesten Ostseebäder Deutschlands, sondern auch eines der traditionsreichsten Segelreviere der Republik.
Die Warnemünder Woche gehört seit Jahrzehnten zu den größten Segelveranstaltungen Europas. Jedes Jahr Anfang Juli treffen sich mehrere tausend Aktive und hunderttausende Besucher zu Regatten, Konzerten und Hafenfesten rund um den Alten Strom und die Hafeneinfahrt. Besonders spektakulär: Die Regattabahnen liegen direkt vor der Küste und sind von Strand und Mole hervorragend zu beobachten. Neben olympischen Klassen gehen Traditionssegler, Offshore-Yachten und Nachwuchscrews an den Start. Gleichzeitig bleibt die Veranstaltung trotz ihrer Größe erstaunlich nahbar – Segler, Zuschauer und Urlauber begegnen sich überall zwischen Kaikanten, Fischkuttern und Strandpromenade.
Die Ansteuerung Warnemündes gilt als unkompliziert, auch wenn in der Saison reger Schiffsverkehr herrscht. Direkt hinter den Molen befinden sich mehrere Liegeplätze für Gastsegler, darunter die Yachthafenresidenz Hohe Düne auf der Ostseite der Warnow und der zentral gelegene und erst kürzlich sanierte Sportboothafen Warnemünde zwischen Mittelmole und Altem Strom, der nach der Erweiterung über 240 Liegeplätze bietet. Beide bieten modernen Service, Sanitäranlagen und gute Versorgungsmöglichkeiten.
Nur wenige Minuten entfernt liegt der breite Sandstrand von Warnemünde. Rund um den Alten Strom laden Restaurants, Cafés und frischer Fisch vom Kutter zur Pause ein. Besonders beliebt sind die Terrassen mit Blick auf ein- und auslaufende Fähren und Kreuzfahrtschiffe.
Der historische Leuchtturm von 1898 mit Aussicht über die Mecklenburger Bucht, der markante Teepott direkt an der Promenade, das Heimatmuseum Warnemünde im alten Fischerhaus sowie Hafenrundfahrten durch die Rostocker Überseehäfen und entlang der Warnow.

Redakteurin Reise