Metropolen der HanseLübeck - Die Wiege der Hanse

Jill Grigoleit

 · 26.06.2026

Hier entstand der mächtige Städtebund: Lübeck - die "Königin der Hanse".
Foto: iStock; bluejayphoto

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Die Epoche der Hanse hat im gesamten Ostseeraum ihre Spuren hinterlassen. Wir stellen sieben Städte vor, in denen ihr Glanz noch immer strahlt. Teil 1: Lübeck

​Die Geburtsstätte der Hanse liegt an der Travemündung. Lübeck war das politische Zentrum des Bündnisses, das über Jahrhunderte das wirtschaftliche Rückgrat Nordeuropas bildete. Ende des 13. Jahrhunderts entwickelte sich die Hanse unter der Führung Lübecker Kaufleute zu einem mächtigen Städtebund und prägte mehr als 400 Jahre lang Wirtschaft, Handel und Politik im nördlichen Europa. Zu ihren Hochzeiten verband sie rund 200 Städte zwischen Nordsee, Ostsee und Binnenland – von London bis Nowgorod. Waren wie Salz, Hering, Pelze, Getreide und Holz wurden über ein dichtes Netz maritimer Handelsrouten transportiert. Zentrum dieses Systems war die Ostsee.

Entlang der alten Hanseroute

Für Bootsfahrer auf der Ostsee ist die alte Hanseroute heute ein ideales Revier: Kurze Distanzen, geschützte Küsten, moderne Marinas und geschichtsträchtige Städte liegen dicht beieinander. Die alten Hansestädte sind heute weit mehr als historische Kulissen. Sie verbinden maritimes Erbe mit moderner Infrastruktur und machen die Ostsee zu einem der spannendsten Reviere Europas. Die Spuren der Hanse finden sich in der Architektur, der Kultur und im Selbstverständnis vieler Hanseaten bis heute. Backsteingotik, Speicherhäuser und mächtige Kaufmannsgilden erzählen von Reichtum und Fernhandel. Zahlreiche Altstädte gehören inzwischen zum Unesco-Welterbe, so wie der mittelalterliche Stadtkern Lübecks.

Spuren der Hanse in Lübeck

Das Holstentor ist das wohl bekann­teste Symbol hanseatischer Macht. Die Altstadt mit ihren Backsteinkirchen, Kaufmannshäusern und versteckten Gängen vermittelt eindrucksvoll die Atmosphäre des Mittelalters. Besonders sehenswert sind das Europäische Hansemuseum an der Untertrave (hansemuseum.eu), die alten Salzspeicher und das Rathaus, in dem ab 1356 die sogenannten Hansetage abgehalten wurden, an denen etwa 70 Hansestädte teilnahmen.

Informationen für Gastlieger

Die Lübecker Bucht bietet eine gute Auswahl an modernen Marinas mit Gastliegeplätzen. Allen voran der Passathafen (luebeck.de) mit dem hiesigen Wahrzeichen, dem er seinen Namen zu verdanken hat: der Viermastbark „Passat“. Die Marina auf der Halbinsel Priwall – mit Blick auf die gegenüberliegende Travemünder Altstadt – zählt 490 Liegeplätze.

Alternativ kann man auch direkt auf der Stadtseite festmachen, etwa beim traditionsreichen ­Lübecker Yacht-Club (lyc.de). Ruhiger liegt das Boot in der Marina Baltica (marina-baltica.de) flussaufwärts. Wer mit dem Boot bis nach Lübeck möchte, fährt die Trave hinauf und steuert den Hansahafen hinter der Eric-Warburg-Brücke an. Seit 2017 findet man hier, parallel zum historischen Speicher der Media Docks, die Newport Marina (the-newport.de) mit 30 Gastliegeplätzen. Reservierungen sind nur online möglich.


Mehr Infos zu Lübeck finden Sie in unserem Revierporträt:


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Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

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