Der Bund hat rund 18 Millionen Euro in den Bau der Schleuse bei Kilometer 3,6 der Templiner Gewässer investiert, um die touristische Weiterentwicklung der Region nicht sicherzustellen. Unter den Gästen waren Staatssekretärin Susanne Henckel, Eric Oehlmann, Leiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, sowie Templins Bürgermeister Detlef Tabbert.
Wassersport und Wassertourismus sind ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Räume in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Umso wichtiger ist es, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind.“ (Susanne Henckel)
Die Schleuse Kannenburg ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Wassertourismus, mit jährlich rund 7500 passierenden Sportbooten – das zumindest war die Zahl, bevor das in die Jahre gekommene Bauwerk wegen schwerer Mängel im November 2017 gesperrt werden musste.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Templiner Gewässer ein beliebter Abstecher von der Oberen Havel-Wasserstraße gewesen. Der durchgängige Verkehr nach Templin und zum Templiner Seenkreuz war jedoch mit Sperrung der Schleuse unterbrochen.
Die neue Schleuse Kannenburg ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung einer sicheren und modernen Wasserstraße. Zudem digitalisieren wir grundlegend und kontinuierlich unser Schleusenmanagement.“ (Eric Oehlmann)
Der Neubau der Schleuse bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich, wie etwa neue Einsatzstellen für muskelbetriebene Wasserfahrzeuge und verlängerte Liegestellen für Sportboote. Die Schleuse ist nun technisch mit einer Leitzentrale in Niederfinow verbunden, was den Schleusenbetrieb auch außerhalb der Regelzeiten ermöglicht.
Die Schleuse wurde im Rahmen einer öffentlich-öffentlichen Partnerschaft umgesetzt, wobei die Stadt Templin als Träger des Vorhabens fungierte. Bürgermeister Tabbert betonte die freudige Erwartung auf Touristen, die die historische Altstadt und die Gewässer der Region erkunden werden.
Für die Wassersportler des Templiner und Zehdenicker Revieres sowie für die Charterbootsanbieter der Seenplatte ist eine lange Zeit des Wartens vorbei.“ (Detlef Tabbert)
Die Kosten für den Neubau wurden zu 100 Prozent von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes übernommen. Die Schleuse geht nun vollständig in das Eigentum der WSV über und steht dem Wassertourismus zur Verfügung.

Ressortleiter Reise