Fabian Boerger
· 09.09.2024
Grund dafür ist, dass die Crew einer Charteryacht letzte Woche versucht hat, den ehemaligen Nothafen Darßer Ort anzusteuern, der jedoch seit September 2023 geschlossen ist und seither zunehmend versandet. Die Crew aus Italien schienen darüber nicht informiert gewesen zu sein und lief auf Grund.
Gegen 19 Uhr am vergangenen Donnerstag erhielt der Seenotrettungskreuzer "Nis Randers" den Notruf. Das teilte DGzRS-Sprecher Nils Sander auf Anfrage der Redaktion mit. Das 28 Meter lange Schiff war bis vergangenes Jahr im Nothafen Darßer Ort stationiert. Seitdem dieser geschlossen ist, liegt er übergangsweise in Barhöft, westlich von Rügen. Vor Ort eingetroffen sei das Tochterschiff “Uwe” zu Wasser gelassen worden. Wegen seiner geringen Tiefe konnte es den Havaristen freischleppen.
Fünf Windstärken aus Ost, Wellen und Dunkelheit hätten den weiteren Einsatz allerdings erschwert, so Sander. Deswegen sei die Charteryacht in den nahegelegenen Inselhafen von Prerow geschleppt worden. Die Crew an Bord sei unversehrt geblieben. Ob die Yacht durch das Malheur allerdings einen Schaden erlitt, ist nicht bekannt.
Durch den Vorfall wurde der Havarist wohl einer der ersten Gäste des noch nicht eröffneten Inselhafens – wenn auch unfreiwillig. Und auch der Seenotrettungskreuzer “Nis Randers” machte erste Bekanntschaft mit seiner neuen Heimat. Denn dieser wird im Rundhafen stationiert , sobald der Hafen öffnet. Wann das sein wird, ist weiterin unklar, so Sander.
Eigentlich hätte der Neubau laut Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern bereits im Juli dieses Jahres eröffnet werden sollen. Allerdings verzögerten schlechte Wetterbedingungen im Winter und Lieferschwierigkeiten die Arbeiten an dem Hafen, der den schon voriges Jahr geschlossenen und rückgebauten Nothafen Darßer Ort ersetzen soll. Neben dem Seenotrettungskreuzer sollen dann auch rund 40 Yachten und drei lokale Fischer in dem Hafenrund unterkommen können.