BootsunglückHarry Potter-Verlegerin stirbt beim Unfall an der Amalfiküste

Leonie Meyer

 · 14.08.2023

Bootsunglück: Harry Potter-Verlegerin stirbt beim Unfall an der AmalfiküsteFoto: dpa/pa
Adrienne Vaughan posiert für ein Porträt. Vaughan, die Präsidentin des Unternehmens mit Hauptsitz in New York war, starb bei einem Bootsunfall vor der italienischen Amalfiküste
Die US-amerikanische Verlagsmanagerin Adrienne Vaughan (45) ist bei einem schrecklichen Bootsunfall vor der italienischen Amalfiküste ums Leben gekommen. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, wird derzeit ermittelt

Was sich Anfang August in der beliebten Touristenregion in Süditalien abspielte, kann sich wohl keiner vorstellen: Die 45-jährige Adrienne Vaughan - Präsidentin von Bloomsbury Publishing Inc. und Herausgeberin der Harry Potter-Reihe- wollte mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern im Alter von zwölf und acht Jahren ihren Sommerurlaub genießen. An diesem Tag befand sich die Familie an Bord eines gemieteten Bootes - inklusive Skipper. Verschiedenen Medienberichten zufolge stieß das Boot vor dem Fiordo di Furore aus bisher ungeklärten Gründen mit der 45 Meter langen „Tortuga“ zusammen. Das Segelschiff kann man für Veranstaltungen mieten. An Bord fand gerade eine Hochzeitsfeier statt.

Küstenwache rückte für Rettung von Adrienne Vaughan aus

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, war der Aufprall sehr heftig und Adrienne Vaughan wurde ins Wasser geschleudert. Zu dem Zeitpunkt habe sie sich gerade gesonnt. Wie die italienische Zeitung La Stampa berichtet, geriet die 45-Jährige zwischen die Rümpfe und die sich noch bewegende Propeller, was tiefe Wunden an verschiedenen Körperstellen verursacht habe. Nachdem die Küstenwache die Schwerverletzte an den Pier in Amalfi gebracht hat, versuchten die Ärzte sie wiederzubeleben. Doch als der Hubschrauber für den Transport zum Krankenhaus landete, war die 45-Jährige bereits gestorben.

Der Ehemann der Verlegerin erlitt einige Wunden sowie eine Prellung an der Schulter. Die Kinder blieben unverletzt, wie es in den Berichten weiter geschrieben wird. Der 30-jährige Skipper des gemieteten Motorbootes zog sich eine Verletzung am Arm zu. Eine Blutprobe von ihm wurde entnommen, die auf Alkohol oder Drogen getestet wurde. Mehrere Medien berichten von einem positiven Ergebnis, jedoch blieb unklar auf welche Substanz.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Empfohlener redaktioneller InhaltInstagram

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogenen Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ermittlungsverfahren gegen den Skipper eröffnet

Infolge des Zusammenpralls wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Skipper des gemieteten Motorboots eröffnet. Auch deutsche Medien berichteten über den Unfall: So schreibt t-online, dass gegen den Italiener "wegen Verdachts auf Totschlag und Verursachung eines Schiffbruchs" ermittelt werde, erklärte Giuseppe Borrelli, Oberstaatsanwalt der Provinz Salerno, am Samstag (5.8.) bei einer Pressekonferenz. Zudem wurden beide Boote für das Ermittlungsverfahren konfisziert. Mehr als 70 Hochzeitsgäste, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Segelschiff befanden, wurden für die Ermittlungen befragt.

Adrienne Vaughan war 2021 zur Präsidentin des US-Zweigs bei Bloomsbury ernannt worden. Das Verlagshaus mit Sitz in Großbritannien ist in erster Linie für die „Harry Potter“-Reihe bekannt, deren sieben Romane zu den meistverkauften Büchern aller Zeiten zählen.


Auch interessant:

Leonie Meyer

Leonie Meyer

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion

Leonie Meyer wuchs mit dem Bootfahren in Kroatien auf und blätterte schon als Kind durch das BOOTE-Magazin ihres Vaters. Während und nach ihrem abgeschlossenen Internationalen Journalismus-Studium absolvierte sie Praktika bei verschiedenen Medien im Ausland. 2020 zog sie es für ein Praktikum zum BOOTE-Magazin, weshalb sie nach ihrem Volontariat bei einer Tageszeitung zurückkehrte. Seit 2023 arbeitet Leonie Meyer als Redakteurin in der Wassersport Digital-Redaktion und ist neben dem Betreuen der Websites unter anderem für den YACHT-Podcast zuständig.

Meistgelesen in der Rubrik Special