Leonie Meyer
· 24.07.2023
Mehrere Schiffsführer von Fahrgastschiffen meldeten bei der Wasserschutzpolizei am Sonntagnachmittag (22. Juli), dass ein Hausboot eine grüne Fahrwasserbegrenzungstonne auf der Binnenmüritz vor Waren schleppte. Das teilt das Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung mit. Nach Angaben von Zeugen sei die Tonne mit der Kennzeichnung "W7" von ihrer festgesetzten Position mittels einer Leine gezogen worden.
Als das Streifenboot der Wasserschutzpolizei vor Ort eintraf, wurde die Tonne in unmittelbarer Nähe der roten Untiefentonne "Warener Berg" gefunden. Bei der siebenköpfigen Bootsbesatzung des Hausbootes, alle im Alter von 19 bis 20 Jahren und aus Sachsen stammend, führten die Beamten Alkoholtests durch. Der verantwortliche Schiffsführer musste zudem einen Drogenschnelltest machen.
Die Männer stehen nun unter Verdacht des vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr (§ 315 StGB) und es wird gegen sie ermittelt. Die Fahrwassertonne wurde von Mitarbeitern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe/Außenbezirk Waren geborgen, konnte aber aufgrund einer defekten Verankerung nicht an ihren ursprünglichen Ort zurückgebracht werden.
Es werden alle Schiffs- und Bootsführer dringend von der Wasserschutzpolizei aufgefordert, beim Ein- und Auslaufen in den Stadthafen Waren besondere Vorsicht walten zu lassen, da die Begrenzungstonne fehlt.

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion