Der Sport Tender 35 ist das erste Boot der neuen „Sport Cruiser 35“-Baureihe, auf dessen Basis künftig eine Weekender- und eine Coupé-Version folgen soll. Nimbus will mit der neuen Serie im Segment der gehobenen Tages- und Weekender Fuß fassen. Das Konzept zielt auf Eigner ab, die ein kompaktes Boot suchen, ohne auf Komfort unter Deck zu verzichten.
Unter der Wasserlinie setzt die Werft auf einen komplett neu konstruierten Zweistufenrumpf. Dieser wird im Vakuumverfahren mit einem Schaumkern aus Divinycell hergestellt. Das spart Gewicht und erhöht die Steifigkeit. Beim Antrieb setzt Nimbus auf Außenborder von Mercury. Neben dem Standard-V10 mit 350 PS (257 kW) stehen eine Variante mit 425 PS (313 kW) oder zwei V8-Motoren mit je 300 PS (221 kW) zur Wahl. Damit erreicht der 10,80 Meter lange Tender in der Spitze rund 45 Knoten. Das Marschtempo liegt bei 30 bis 36 Knoten.
Das Decksdesign soll multifunktional sein. Im Heckbereich befindet sich eine dreiteilige U-Sitzbank für sechs Personen, deren Rückenlehnen sich flexibel herunter klappen lassen, um die Fläche in eine Sonnenliege zu verwandeln. Auch die seitlichen Rumpfwände im Cockpit lassen sich elektrisch als Balkone nach außen hin erweitern. Für Fahrten bei unbeständigem Wetter findet sich Schutz unter dem serienmäßig verbautem T-Top, dass über integrierte Seitenteile verfügt, die bei Bedarf schnell geschlossen werden können.
Obwohl das neue Boot offiziell als Tender geführt wird, bietet der Wohnbereich unter Deck genügend Platz für Übernachtungen. Das Layout umfasst zwei Kabinen mit insgesamt fünf Schlafplätzen: Ein Doppelbett im Vorschiff, zwei Einzelkojen in der Mittelkabine sowie ein zusätzlicher Schlafplatz für ein Kind auf dem Sofa. Eine separate Nasszelle soll mit WC, Waschbecken und Dusche ausgestattet werden. An Bord wird ein durchgängiges Gangbordsystem dafür sorgen, dass sich die Besatzung ohne Hindernisse zwischen dem vorderen und hinteren Deck bewegen kann.
Optisch bringt Nimbus die alte, geschwungene Sprunglinie an den Rumpfseiten zurück. Das sieht nicht nur schick aus, sondern sorgt auch für hohe Bordwände und mehr Platz unter Deck. Am Steuerstand haben sich die Entwickler beim großen Flaggschiff 495 Flybridge bedient. Bei den Navigations-Bildschirmen hat der Eigner die Wahl: Entweder zwei 12-Zoll-Displays oder ein großer 16-Zöller. Ob die neue Reihe zu den Vorstellungen der neuen Werfteigner passt, können Sie hier nachlesen.

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