Am Sonntagnachmittag gegen 14.30 Uhr brach im Hafen von Zug ein Feuer aus, das sich schnell auf mehrere Boote ausweitete. Drei Segelboote und zwei Motorboote waren betroffen. Eines der Segelboote und eines der Motorboote sanken aufgrund der erheblichen Brandschäden.
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug verhinderte erfolgreich, dass sich die Flammen auf weitere Boote ausbreiteten. Zum Glück wurden trotz der dramatischen Szenen keine Personen verletzt.
Laut den bisherigen Untersuchungen der Zuger Polizei brach das Feuer auf einem Motorboot aus, auf dem zwei Erwachsene und zwei Kinder waren. Alle konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr errichtete im betroffenen Hafengebiet eine Ölsperre, um ausgelaufenen Treibstoff und Motoröl einzudämmen. Insgesamt waren 60 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug im Einsatz.
Die Zuger Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Der entstandene Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden, er wird aber als beträchtlich eingestuft. Die Bergung der gesunkenen Schiffe soll in diesen Tagen erfolgen.
Ein weiterer Bootsbrand ereignete sich gestern Vormittag gegen 10.25 Uhr auf dem Claassee bei Rechlin. Dort war es zu einer Verpuffung auf einem Sportboot gekommen. Nach dem Slippen startete der Eigentümer den Motor. Das Boot befand sich zu diesem Zeitpunkt am Steg. Plötzlich kam es aus noch unbekannten Gründen zu der Verpuffung im Motorraum.
Der Bootsführer rettete sich mit einem Sprung ins Wasser. Der Brand zerstörte das Boot anschließend vollständig und griff auf das nahegelegene Bootshaus über. Dadurch wurden zwei weitere kleinere Boote zusätzlich beschädigt.
Die alarmierten Feuerwehrkräfte aus Rechlin konnten das Feuer schnell löschen. Der Eigner erlitt einen leichten Schock. Der Kriminaldauerdienst und die Wasserschutzpolizei Waren nahmen eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung sowie Gewässerverunreinigung auf. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 100.000 Euro.

Textchef YACHT