Projekt „M“Erneuter Giga-Auftrag für Lürssen

Sören Gehlhaus

 · 21.09.2026

Projekt „M“: Erneuter Giga-Auftrag für LürssenFoto: Royal Yacht International
Mondscheinansicht: Lürssen baut Projekt „M“ bis Mai 2032. Das Øino-Design soll länger als 125 Meter werden.
Lürssen baut ein neues Großformat mit einer Länge von mehr als 125 Metern. Projekt „M“ soll im Mai 2032 mit einem Volumen über 6.000 Gross Tons ausgeliefert werden.

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Lürssen will im Mai 2032 ausliefern

Lürssen hat einen weiteren Neubauauftrag erhalten. Royal Yacht International, Italian Yacht Group und Kitson Yachts haben die Unterzeichnung des Bauvertrags für ​Projekt „M“ verlautbart. Viel ist nicht bekannt: Das Großormat soll mehr als 125 Meter lang werden und ein Innenraumvolumen von über 6.000 Gross Tons erreichen. Die Übergabe an die Eigner ist für Mai 2032 vorgesehen.

Lürssen hat zwischen 2025 und 2026 eine Phase von Rekordablieferungen erlebt. ​In Bremen, Rendsburg und Hamburg legten binnen eines Jahres sechs Neubauten ab, so viele wie nie zuvor. Den Anfang machte „Deep Blue“, gefolgt von „Odisea“ (78 m), „O3“ (109 m) „Boardwalk“ (117 m), „Nausicaä“ (114 m) und „Nixie“ (102 m). Zusammen sind das 654 Längenmeter!

Exterieur von Espen Øino

Die äußere Formgebung des Gigaprojekts übernimmt Espen Øino International. Das monegassische Studio des Norwegers ist in der ersten Hälfte der Top 200 Motoryachten mit so vielen Referenzen vertreten wie keine andere Designadresse. ​Details zu weiteren beteiligten Gestaltern oder technischen Partnern wurden nicht veröffentlicht. Die Mondscheinansicht von Projekt „M“ gibt nur einige wenige runde Linien preis.

Royal Yacht International teilt sich nach eigenen Angaben gemeinsam mit Italian Yacht Group und Kitson Yachts die Projektbegleitung. Bei einer Superyacht von mehr als 125 Metern betrifft das nicht nur die Gestaltung, sondern auch Vertragsfragen, technische Spezifikationen, Werftkoordination, Bauüberwachung und Abnahmen. Tommaso Chiabra, Gründer und CEO von Royal Yacht International, bezeichnete den Auftrag als wichtigen Schritt für sein Unternehmen.

Laufende Projekte von Lürssen

​Lürssen macht keine Angaben dazu, wo Projekt „M“ entstehen wird, gab aber kürzlich ein Investitionsprogramm für die Standorte in Rendsburg bekannt. Insgesamt 50 Millionen Euro fließen in die Anlagen Rendsburg Süd (Ex-Nobiskrug) und Rendsburg Nord (Lürssen-Kröger).

In Schacht-Audorf beging Lürssen bereits den technischen Launch des 101 Meter langen Projekts „Ziggy“, das 2028 ablegen soll. ​Zudem stehen im Orderbuch der familieneigenen Werft die jeweils 123 Meter langen Projekte „Omega“ (RWD, 2029) und „Elusive“ (2030). Dabei könnten die Gigas auf einer Rumpfplattform basieren, ein nicht unübliches Verfahren, um Wartezeiten und Kosten zu senken.


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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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