Lürssen hat einen weiteren Neubauauftrag erhalten. Royal Yacht International, Italian Yacht Group und Kitson Yachts haben die Unterzeichnung des Bauvertrags für Projekt „M“ verlautbart. Viel ist nicht bekannt: Das Großormat soll mehr als 125 Meter lang werden und ein Innenraumvolumen von über 6.000 Gross Tons erreichen. Die Übergabe an die Eigner ist für Mai 2032 vorgesehen.
Lürssen hat zwischen 2025 und 2026 eine Phase von Rekordablieferungen erlebt. In Bremen, Rendsburg und Hamburg legten binnen eines Jahres sechs Neubauten ab, so viele wie nie zuvor. Den Anfang machte „Deep Blue“, gefolgt von „Odisea“ (78 m), „O3“ (109 m) „Boardwalk“ (117 m), „Nausicaä“ (114 m) und „Nixie“ (102 m). Zusammen sind das 654 Längenmeter!
Die äußere Formgebung des Gigaprojekts übernimmt Espen Øino International. Das monegassische Studio des Norwegers ist in der ersten Hälfte der Top 200 Motoryachten mit so vielen Referenzen vertreten wie keine andere Designadresse. Details zu weiteren beteiligten Gestaltern oder technischen Partnern wurden nicht veröffentlicht. Die Mondscheinansicht von Projekt „M“ gibt nur einige wenige runde Linien preis.
Royal Yacht International teilt sich nach eigenen Angaben gemeinsam mit Italian Yacht Group und Kitson Yachts die Projektbegleitung. Bei einer Superyacht von mehr als 125 Metern betrifft das nicht nur die Gestaltung, sondern auch Vertragsfragen, technische Spezifikationen, Werftkoordination, Bauüberwachung und Abnahmen. Tommaso Chiabra, Gründer und CEO von Royal Yacht International, bezeichnete den Auftrag als wichtigen Schritt für sein Unternehmen.
Lürssen macht keine Angaben dazu, wo Projekt „M“ entstehen wird, gab aber kürzlich ein Investitionsprogramm für die Standorte in Rendsburg bekannt. Insgesamt 50 Millionen Euro fließen in die Anlagen Rendsburg Süd (Ex-Nobiskrug) und Rendsburg Nord (Lürssen-Kröger).
In Schacht-Audorf beging Lürssen bereits den technischen Launch des 101 Meter langen Projekts „Ziggy“, das 2028 ablegen soll. Zudem stehen im Orderbuch der familieneigenen Werft die jeweils 123 Meter langen Projekte „Omega“ (RWD, 2029) und „Elusive“ (2030). Dabei könnten die Gigas auf einer Rumpfplattform basieren, ein nicht unübliches Verfahren, um Wartezeiten und Kosten zu senken.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV
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