„REV Ocean“Um zwölf Meter verlängert - Forschungsyacht auf dem Weg zum Rekord

Sören Gehlhaus

 · 28.02.2024

„REV Ocean“: Um zwölf Meter verlängert - Forschungsyacht auf dem Weg zum RekordFoto: REV Ocean
„REV Ocean“ soll nach der Zwölf-Meter-Verlängerung mit 194,90 Metern die längste Motoryacht der Welt werden. Geplante Ablieferung: ab dem vierten Quartal 2026
Im vierten Quartal 2026 dürfte sie mit 194,90 Metern als die längste Motoryacht der Welt gelten. Zunächst aber steht für den Stahl-Alu-Kasko von „REV Ocean“ die Verlängerung auf der norwegischen Vard-Werft an

„REV Ocean“ wird um zwölf Meter verlängert – und das nicht etwa im Heck, sondern im hinteren Drittel. Ursächlich für Einschnitte vor dem Helideck und hinter dem Hauptdeck-Pool sollen nicht erfüllte Stabilitätskriterien sein. Vard schweißte den bis dato mit Bugspriet 182,90 Meter langen Stahl-Alu-Kasko in Rumänien und schleppte ihn im September 2019 nach Norwegen.

Nach einer ersten Ausrüstungsphase, unter anderem mit Jumbo-Glasscheiben von GL Yachtverglasung und 30-Tonnen-Kran für das Cargo Deck, folgten die Verlegung ins norwegische Ålesund auf eigenem Kiel und 2021 der Baustopp. Auftraggeber Kjell Inge Røkke, der nach dem Schulabbruch in Seattle durch die Fischerei zu erstem Reichtum kam, erwog sogar einen Projektausstieg. „REV Ocean” nennt sich auch Røkkes Stiftung, die an Bord Meeresforschung im Zusammenhang mit Plastikverschmutzung, Klimawandel, Versauerung der Meere und Überfischung betreiben möchte. Das bereits ausgelieferte Tauchboot und eine Unterwasser-Drohne (ROV) sind schon im Einsatz der Wissenschaft unterwegs.

„REV Ocean“ soll mit Superyacht-Standards ausgerüstet werden

Die norwegische Vard-Werft will den dann gut 195 Meter messenden Espen-Øino-Entwurf im Februar 2025 abliefern. Allerdings wird danach weiter nach Superyacht-Standards ausgerüstet. Ursprünglich dafür vorgesehen war die Lloyd Werft. Allerdings könnte „REV Ocean“ die Docks in Bremerhaven erst im vierten Quartal 2026 verlassen – dann wohl als längste Motoryacht der Welt.


Auch interessant:

Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

Meistgelesen in der Rubrik Boote