Erst vor wenigen Wochen hat die neue Schleuse Kannenburg ihre Tore wieder geöffnet. Sieben lange Jahre waren die Templiner Gewässer nicht durchgängig schiffbar gewesen.
Zwischen Berlin und der Müritz erstreckt sich ein Chartergebiet, das mit kurvenreichen, naturbelassenen Kanälen, dichten Wäldern und Natur pur lockt. Wüsste man es nicht besser, man würde kaum merken, dass man auf einer ausgebauten Wasserstraße unterwegs ist. Stundenlang prägen Seerosen und Schilf die Ufer, abschnittsweise ist kaum ein Zeichen von Zivilisation zu erblicken.
Die Abmessungen der Wasserstraße und der Schleusen, ausgelegt auf das “Finowmaß” (43 × 5 Meter) sind für moderne Binnenschiffe viel zu klein, so dass die Wasserstraße heute nur noch von Fahrgastschiffen und von der Sportschifffahrt genutzt wird. Wir passieren diverse Schleusen, allesamt Selbstbedienungsschleusen. In den Häfen hat sich einiges getan in den letzten Jahren: Im Stadthafen Templin wartet eine nagelneue Steganlage auf Gastlieger und in Lychen hat 2023 der neue Stadthafen mit einem Bistro und einer Bar eröffnet.
Mit über 500 Seen und zahlreichen Flüssen ist die Uckermark eine der wasserreichsten Regionen Deutschlands. Der Naturpark Uckermärkische Seen bietet unzählige idyllische Ankerbuchten und ist ein Paradies für Vogelliebhaber: Neben dem Fischreiher, den wir gefühlt hinter jeder Flussbiegung erblicken, begegnet uns auch ein Eisvogel. Mit etwas Glück kann man hier auch Fischadler, Otter und Biber sichten. Und die Ortschaften mit ihren bewegten Geschichten und historischen Bauwerken bieten ein nicht minder vielseitiges Programm für Landgänge. In Zehdenick erfahren wir, wo die Ziegel hergestellt wurden, mit denen große Teile Berlins errichtet wurden und in Himmelpfort, wo der Weihnachtsmann wohnt.
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Redakteurin Reise