Die Epoche der Hanse hat im gesamten Ostseeraum ihre Spuren hinterlassen. Wir stellen sieben Städte vor, in denen ihr Glanz noch immer strahlt. Teil 5: Riga
Im Gegensatz zum mittelalterlichen Visby ist die Altstadt von Riga von historischen Bauten verschiedener Epochen geprägt. Etwa vom Jugendstil, der während der russischen Zaren großen Einfluss hatte. Das Schloss am Ufer der schiffbaren Daugava, die von der Ostsee in die Stadt führt, wurde im 14. Jahrhundert vom Livländischen Orden erbaut. Heute ist es Sitz des lettischen Staatspräsidenten. Doch auch die Hansezeit ist allgegenwärtig, etwa durch die beiden das Stadtbild prägenden Sakralbauten: Rigaer Dom und Petrikirche. Ebenfalls aus jener Epoche stammt das Schwarzhäupterhaus am Rathausplatz, das im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber von 1993 bis 1999 in ganzer Pracht rekonstruiert wurde. Es erinnert an die Bruderschaft unverheirateter ausländischer Kaufleute. In den ehemaligen Lagerhäusern und Kellern der Altstadt haben sich heute trendige Bars, Galerien und Restaurants angesiedelt.
Die Ansteuerung erfolgt über das betonnte Fahrwasser der Daugava. Für Gäste am besten geeignet ist die Steganlage des City Yacht Club (pilsetasjahtklubs.lv) direkt unterhalb der Vanšu-Brücke, an der die Schiffbarkeit für Sportboote endet. Von hier sind es nur etwa 15 Minuten zu Fuß bis ins Stadtzentrum.

Redakteurin Reise
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