Zhik Inshore 400Sommer-Ölzeug mit Schwierigkeiten beim Tragekomfort

David Ingelfinger

 · 22.06.2026

Die Passform konnte nicht überzeugen.
Die Ölzeug Zhik Inshore 400 enttäuscht im Praxistest beim Tragekomfort. Das leichte Set aus Jacke und Hose kostet insgesamt 558 Euro und ist für küstennahe Reviere konzipiert. Unbequeme Schulterträger aus einfachem Gurtband schränken die Bewegung bei Arbeiten an Deck stark ein.

Themen in diesem Artikel

Zhik bietet mit der Kombination Inshore 400 ein sehr dünnes und leichtes Schlechtwetterset für moderate Bedingungen an. Für Motorbootfahrer, die ein System für die Sommermonate suchen, verspricht der Anzug guten Windschutz und ein geringes Gewicht. Im praktischen Einsatz auf dem Wasser offenbart das Set jedoch deutliche Schwächen bei der Passform und beim Material.

Einschnürende Schulterträger

Das größte Manko des Sets zeigt sich bei den Schulterträgern der Hose. Diese bestehen aus einfachem, etwa 40 Millimeter breitem Gurtband ohne elastischen Stretch-Anteil. Die harte Plastikschnalle zur Längenverstellung schneidet bei Bewegungen spürbar ein. Während die Träger im aufrechten Stand tendenziell zu locker sitzen, ziehen sie in der Hocke massiv auf den Schultern, was die Ergonomie erheblich einschränkt. Der insgesamt sehr weite Schnitt lässt sich zwar justieren, sorgt jedoch für eine unbefriedigende Passform und wirkt eher eine Nummer zu groß.

Solide Verstärkungen und funktionale Kapuze

Materialverstärkungen sind an den stark beanspruchten Zonen am Gesäß sowie an den Knien integriert. Die Fußbündchen lassen sich über Klettlaschen verstellen und dichten dank einer inneren PU-Beschichtung gegen Spritzwasser ab. Positiv fällt auch die Kapuze auf, die über eine zweifache Verstellmöglichkeit im Nacken und an der Vorderseite verfügt. Sie dreht sich bei Kopfbewegungen flexibel mit und gewährleistet ein uneingeschränktes Sichtfeld für den Schiffsführer.

Minimale Ausstattung für den Sommereinsatz

Die Ausstattung des Anzugs ist auf das Wesentliche reduziert. Die Jacke verfügt über klassische Seitentaschen sowie eine Innentasche, während an der Hose eine aufgesetzte Tasche auf dem rechten Oberschenkel platziert ist. Der Frontreißverschluss ist innenseitig mit einer Windklappe geschützt, verzichtet jedoch auf eine äußere Sturm- oder Regenlasche, was für den reinen Inshore-Einsatz üblich ist.

Macht keinen hochwertigen Eindruck

Das Zhik Inshore 400 ist das erste Ölzeug im Test, dass nicht überzeugen kann. Es ist sehr leicht – ein Vorteil – aber es macht keinen hochwertigen Eindruck. Die Passform stimmt nicht, die unbequemen Träger sind ein echter Mangel.

Technische Daten:

Preis:

  • Jacke: 299 Euro
  • Salopette: 259 Euro

Gewicht:

  • Jacke: 644g
  • Salopette: 805 g

Material:

  • 3-lagiges Laminat
  • Wasserdicht, atmungsaktiv
  • Dünn und leicht

Einsatzbereich:

  • Inshore
  • Sommersegeln

Farben:

  • Schwarz
  • Beige
  • Grün

Schulterträger – Das Hauptproblem:

  • Nur ca. 40 mm breit (sehr schmal!)
  • Kein Stretch im Material
  • Unbequeme Plastikschnalle zur Verstellung
  • Beim aufrechten Stehen zu locker
  • In der Hocke schneiden sie massiv ein
  • Hart und unangenehm auf den Schultern
  • Gravierender Passformmangel

Passform – Zweites Hauptproblem:

  • Nicht körpernah geschnitten
  • ßFühlt sich an wie eine Nummer zu groß
  • Trotz Verstellmöglichkeiten unbefriedigend
  • Schlabbert am Körper

Das könnte Sie auch interessieren:


Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung