WeltpremiereErste Eindrücke der neuen Axopar 38 ST

Leonie Meyer

 · 08.05.2026

Testfahrt vor Mallorca: die Axopar 38 ST mit dem U-Sofa
Foto: Leonie Meyer
Weltpremiere vor Mallorca: Mit der neuen Axopar 38 ST ergänzt die finnische Werft ihre neue 38-Fuß-Baureihe um eine offene Sun-Top-Version. Wir waren bei der Premiere vor Ort, konnten das Boot bereits fahren und zeigen erste Bilder vom Test auf dem Wasser.

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Nachdem bereits die geschlossene XC mit festen Seitenelementen und Schiebetüren vorgestellt wurde, setzt die ST konsequent auf flexible Wetterschutzlösungen und ein variableres Raumkonzept.

Mit 11,58 Metern Länge und 3,40 Metern Breite positioniert sich das neue Modell zwischen der bekannten 37 und der größeren 45. Das verschiebbare Sonnendach erlaubt es, den Charakter des Boots je nach Wetter und Fahrtprofil schnell zu verändern. Bei aufkommendem Wind oder Regen lassen sich zusätzlich seitliche Folienelemente schließen. Wie Jan-Erik Viitala vor Ort erklärt, können zudem Folienfenster heruntergerollt werden, wenn Wind oder Regen einsetzen. Das ist gerade in Revieren, in denen das Wetter innerhalb weniger Minuten kippen kann, sehr praktisch.

Im Gegensatz zur geschlossenen Cross Cabin wirkt die ST insgesamt luftiger und näher am klassischen Dayboat-Konzept, ohne dabei auf Wetterschutz zu verzichten. Auf Mallorca hatten wir die Möglichkeit beide Boote direkt nacheinander zu testen.

Maximale Modularität auf der Axopar 38 ST

Typisch Axopar steht auch bei der 38 ST die Wandelbarkeit des Layouts im Mittelpunkt. Das Cockpit ist offen gehalten und lässt sich in unterschiedlichen Konfigurationen bestellen. Wahlweise gibt es Einzelsitze oder eine durchgehende Sitzbank. Letztere passen gut zum Charakter des Boots: Der Kontakt zwischen Fahrer, Gästen auf dem U-Sofa und dem restlichen Cockpit bleibt jederzeit erhalten.

Besonders gelungen ist der Lounge-Bereich im Heck. Das U-förmige Sofa verwandelt sich mit wenigen Handgriffen in eine große Sonnenliege. Der Tisch fährt elektrisch ab, Rückenlehnen lassen sich umsetzen. Das System wirkt durchdacht und funktioniert auch während des Bordalltags unkompliziert.

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Auch das Achterdeck zeigt die typische Axopar-DNA mit maximaler Nutzbarkeit. Klappbare Bordwände vergrößern die nutzbare Fläche am Wasser deutlich. Gleichzeitig erleichtert der niedrige Freibord den Zugang zu SUP, Wasser oder eFoil. Praktisch: Fender verschwinden sauber in integrierten Staufächern und liegen nicht lose an Deck herum.

Axopar geht auf Kundenwünsche ein

Der Bugbereich lässt sich ebenfalls unterschiedlich nutzen: entweder als Sitzgruppe mit Tisch oder als große Sonnenfläche. Auf dem Testboot war zusätzlich eine kleine Pantry mit Kühlschublade installiert. Optional bietet Axopar ein geschlossenes WC-Modul oder eine Toilette unter der Sitzbank an. Laut Jan-Erik Viitala seien genau solche Details häufig von Eignern gefordert worden. Selbst ein integrierter Mülleimer gehörte demnach zu den konkreten Kundenwünschen.

Unter Deck sorgen Dachfenster und die markanten Gullwing-Klappen für überraschend viel Licht und Luft. Der Raum wirkt dadurch offener, als man es bei einem 38-Fuß-Walkaround zunächst erwarten würde.

Erste Testfahrt mit der Axopar 38 ST

Technisch bleibt Axopar seiner Linie treu. Der zweistufige Rumpf mit tiefem V und verstärktem Stringersystem soll sportliche Fahreigenschaften mit effizientem Lauf verbinden. Vor Mallorca zeigte die 38 ST bei wechselnden Bedingungen ein stimmiges Gesamtbild. Kurze Welle, auffrischender Wind und zeitweise Regen brachten den Rumpf nicht aus der Ruhe. Das Boot läuft weich an, bleibt präzise steuerbar und vermittelt auch bei höherem Tempo ausreichend Sicherheitsreserven.

Unsere ersten Fahreindrücke bestätigen dabei den bekannten Axopar-Charakter: sportlich, direkt und unkompliziert zu bedienen – gleichzeitig aber mit deutlich mehr Komfort- und Wetterschutzoptionen als bisherige offene Modelle der Marke.

Motorisiert wird die 38 ST wahlweise mit zwei Mercury-V8-Verado mit je 300 PS oder zwei V10-Verado mit jeweils 350 PS.

Die neue 38 ST soll ab Ende Mai erhältlich sein. Den ganzen Test erscheint zeitnah online oder im Heft 08/26.


Leonie Meyer

Leonie Meyer

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion

Leonie Meyer wuchs mit dem Bootfahren in Kroatien auf und blätterte schon als Kind durch das BOOTE-Magazin ihres Vaters. Während und nach ihrem abgeschlossenen Internationalen Journalismus-Studium absolvierte sie Praktika bei verschiedenen Medien im Ausland. 2020 zog sie es für ein Praktikum zum BOOTE-Magazin, weshalb sie nach ihrem Volontariat bei einer Tageszeitung zurückkehrte. Seit 2023 arbeitet Leonie Meyer als Redakteurin in der Wassersport Digital-Redaktion und ist neben dem Betreuen der Websites unter anderem für den YACHT-Podcast zuständig.

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