Ranking 2026Die 200 größten Motoryachten der Welt

Platz 10: Opera, Länge: 146,35 m | Die 146 Meter basieren auf „Sassi“, die im September 2018 im Bremer Schwimmdock durch ein Feuer fast zerstört wurde. Das Wrack brachte Lürssen zurück nach Hamburg, wo schon die Metallarbeiten stattgefunden hatten. Trotzdem blieb der Eigner, ein Scheich aus Abu Dhabi, Werft und Maß treu. Sein 22 Meter breiter Schatz für 50 Gäste nahm Form an und reiste zum Ausbau nach Bremen Berne. Stapellauf war im März 2023. | Werft: Lürssen, 2023; Designer: Terence Disdale; Antrieb: dieselelektrisch
Foto: Giovanni Romero
​Der elitäre Kreis der ganz Großen wächst weiter: Werften buten und binnen waren in den letzten zwei Jahren ablieferungsfreudig. Die von BOOTE EXCLUSIV biennal veröffentlichte Liste der 200 längsten Motoryachten bereichern 23 Neuzugänge. Die Gigantomanie flaut ab, im Trend liegen Formate um die 100 und um 80 Meter.

​Seit dem letzten Ranking – traditionell ist es zwei Jahre her – waren die Großyachtwerften im Norden Europas und der Türkei erneut umtriebig. Neu in der biennal veröffentlichten Liste der 200 größten Yachten sind 23 Solitäre zwischen 78 und 134 Metern. Beim letzten Mal kamen insgesamt 20 Neue dazu, und es reichten noch 75 Meter aus, um Rang 200 zu belegen. Bemerkenswert ist, dass zehn der Neueinstiege länger als 100 Meter sind, ganze sechs davon entstanden in den Niederlanden. Unsere Nachbarn bespielen auch über das Corona-Hoch hinaus den Gigamarkt souverän.

Die längste Neue aber kommt aus Lürssen-Hallen, „Deep Blue“ mit 134 Metern auf Platz 23. Die Traditionswerft zeigte sich in den Jahren 2025 und 2026 besonders ablieferungsstark: In Bremen, Rendsburg und Hamburg legten binnen eines Jahres sechs Neubauten ab, so viele wie nie zuvor. Den Anfang machte „Deep Blue“, gefolgt von „Odisea“ (78 m), „O3“ (109 m), „Boardwalk“ (117 m), „Nausicaä“ (114 m) und „Nixie“ (102 m). Zusammen sind das 654 Längenmeter! Mittlerweile fahren mehr als 30 Lürssen-Yachten mit einer Länge von über 100 Metern über die Weltmeere. Doch die Bremer können nicht nur XXL: Seit 2000 lieferten sie mehr als 20 Yachten unter 80 Metern Länge aus.

​Das vollständige Ranking finden Sie hier.

In den Bereichen über 130 Meter und zwischen 100 und 80 Metern ist wenig Bewegung. Hingegen wird das 80-Meter-­Segment immer populärer. Ganze sechs Neuheiten gibt es zu verzeichnen, drei davon entfallen auf die Amels 80 von Damen Yachting. Fünf weitere stehen im Orderbuch der Niederländer. Aber auch Formate von türkischen Bauplätzen wachsen stetig in Länge und Kubatur an. Die Speerspitze bildet Turquoise Yachts, die die 77,80 Meter lange „Angelique“ (Platz 127) lieferte und an einem 81 Meter langen Projekt schweißt. Yachten dieser Größenordnung erlauben es, ein veritables Eignerdeck zu realisieren und die Anforderungen nach WFY zu erfüllen. Das sogenannte Work From Yacht gewinnt an Beliebtheit. Auf „Dragonfly“(Platz 13) ist ein ganzes Deck für das Office reserviert. Und auf „Nausicaä“ (Platz 50) arbeitet der japanische Eigner in der Glaskuppel des Topdecks.

Bewegung gibt es bei zuvor russisch bereederten Gigas. „Flying Fox“ (Platz 21) wurde nach Verkauf zu „Hadar“ und „Amadea“ (Platz 67) nach Beschlagnahmung erfolgreich versteigert, wohl an den 27 Jahre alten Milliardär Abbas Sajwani.

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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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