Pro und ContraBootsurlaub – Hauptsache in der Hauptsaison?

Hauptsaison vs. Nebensaison: Zu welcher Zeit ist ein Bootsurlaub angenehmer? Digital-Redakteurin Leonie Meyer und Reise-Redakteurin Jill Grigoleit erklären ihren Standpunkt.
​Hauptsaison oder Nebensaison: Wann ist die beste Zeit für den Bootsurlaub? Während die einen volle Häfen, Gespräche und lebendige Reviere schätzen, suchen andere vor allem Ruhe, freie Liegeplätze und günstigere Preise. Digital-Redakteurin Leonie Meyer und Reise-Redakteurin Jill Grigoleit finden für beide Seiten gute Gründe.

Themen in diesem Artikel

Leonie Meyer macht gerne Bootsurlaub in der Hauptsaison

Bootfahren in der Hauptsaison hört sich für viele abschreckend an. Doch für mich zeigt sich gerade dann, wie lebendig der Wassersport sein kann. In den Marinas geht es zur Sache, in den Häfen herrscht Atmosphäre und man trifft andere Crews. Außerdem kommt man leicht ins Gespräch und bekommt oft nebenbei noch einen Tipp für die nächste Bucht oder das beste Restaurant. Alles wirkt offener und unkomplizierter. Dazu kommt: In der Hauptsaison ist die In­fra­struk­tur am verlässlichsten. Das gilt für Häfen, Restaurants, Supermärkte und Tankstellen. Wer unterwegs spontan entscheiden will, profitiert davon enorm. Auch die sommerlichen Temperaturen spielen eine Rolle. Außerdem sind die Tage länger: Es wird spät dunkel, sodass man mehr vom Urlaub hat. Natürlich ist auf dem Wasser mehr los. Aber selbst das gehört für mich dazu. Bootfahren in der Hauptsaison bietet einfach mehr Möglichkeiten und bringt uns Bootsbegeisterte zusammen. Wenn ich schon auf dem Wasser unterwegs bin, vorzugsweise in Kroatien, dann freue ich mich darauf, Gas zu geben, neue Orte zu entdecken und dort auf viele Gleichgesinnte zu treffen.


Jill Grigoleit bevorzugt die Nebensaison

​Für mich ist es auf dem Wasser am schönsten, wenn die Hauptsaison vorbei ist. Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Die Nebensaison schont mit günstigeren Liegeplätzen und Charterpreisen den Geldbeutel. Doch für mich noch wichtiger: Es ist weniger los. Wer schon einmal im Sommer auf der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs war, kennt die langen Schlangen vor den Schleusen. Da muss man mitunter ein, zwei Stunden zusätzlich einkalkulieren. Auch die Sorge, am Ende des Tages keinen freien Liegeplatz mehr zu finden, fällt in der Nebensaison kleiner aus. Man braucht nicht schon am frühen Nachmittag den nächsten Hafen anzusteuern, um noch einen Platz zu ergattern. Und wenn man schließlich festmacht, ist es in den Häfen und Restaurants deutlich ruhiger. Und das ist es, was ich auf dem Wasser suche: Ruhe. Natürlich ist im Sommer die Wahrscheinlichkeit für Badewetter größer. Aber auch ein klarer Frühlingstag oder ein gemütlicher Herbstnachmittag haben ihren ganz eigenen Reiz. Für mich ist das die entspanntere Art, unterwegs zu sein – von allem etwas weniger: weniger zahlen, weniger Trubel, weniger warten und weniger planen.


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Bootsurlaub – Hauptsache in der Hauptsaison?
A: Ich mache gerne Bootsurlaub in der Hauptsaison.
B: Ich bevorzuge die ruhigere Nebensaison.

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Leonie Meyer

Leonie Meyer

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion

Leonie Meyer wuchs mit dem Bootfahren in Kroatien auf und blätterte schon als Kind durch das BOOTE-Magazin ihres Vaters. Während und nach ihrem abgeschlossenen Internationalen Journalismus-Studium absolvierte sie Praktika bei verschiedenen Medien im Ausland. 2020 zog sie es für ein Praktikum zum BOOTE-Magazin, weshalb sie nach ihrem Volontariat bei einer Tageszeitung zurückkehrte. Seit 2023 arbeitet Leonie Meyer als Redakteurin in der Wassersport Digital-Redaktion und ist neben dem Betreuen der Websites unter anderem für den YACHT-Podcast zuständig.

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