Jill Grigoleit
· 15.08.2026
Die Epoche der Hanse hat im gesamten Ostseeraum ihre Spuren hinterlassen. Wir stellen sieben Städte vor, in denen ihr Glanz noch immer strahlt. Teil 6: Danzig
Dank ihrer Lage an der Mündung der Weichsel entwickelte sich die Stadt zum wichtigsten Umschlagplatz für Getreide aus Polen und dem osteuropäischen Hinterland. Hinzu kamen Holz, Teer, Salz und Bernstein, die von hier aus in alle Häfen der Ost-und Nordsee verschifft wurden. Der Wohlstand der Kaufleute machte Danzig zu einer der prächtigsten Handelsmetropolen Nordeuropas. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dieses Erbe entlang der Langen Gasse und am Langen Markt mit den reich verzierten Bürgerhäusern, Patriziervillen und Handelshöfen. Hier steht auch der Artushof, ein ehemaliger Treffpunkt der hanseatischen Kaufleute. Nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt detailreich rekonstruiert.
Wahrzeichen von Danzig ist das Krantor an der Motława. Es diente zugleich als Stadttor, Warenkran und Symbol wirtschaftlicher Macht. Mit seinen massiven Backsteintürmen und der hölzernen Hebekonstruktion zählt es zu den bedeutendsten technischen Bauwerken des mittelalterlichen Europas. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist der Neptunbrunnen auf dem Langen Markt, der als Symbol für die Vormachtstellung auf See in Auftrag gegeben wurde. Der Sage nach hat Neptun aus ihm das berühmte Danziger Goldwasser fließen lassen.
Die moderne Marina Gdansk (sportgdansk.pl) liegt mitten im historischen Zentrum mit 70 Liegeplätzen direkt vor der Kulisse der Altstadt. Restaurants, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten befinden sich nur wenige Schritte entfernt. Die Ansteuerung erfolgt über die Mottlau beziehungsweise die Weichselmündung und führt durch ein von Berufs- und Fährschifffahrt geprägtes Revier.

Redakteurin Reise
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