Ralf Marquard
· 20.09.2026
Frauscher und Porsche zementieren ihre Zusammenarbeit mit der 790 Spectre. Als Basis für die Entwicklung der Frauscher x Porsche 790 Spectre diente der elektrische Antriebsstrang des Macan Turbo. Analog dazu, wie die Stuttgarter Autobauer ihre Stromer-Modelle Taycan, Macan und Cayenne Electric aufbauten, wurde das Boot um die Hochvolt-Batterie, den Hinterachsmotor und die Steuerelektronik des vollelektrischen Macan Turbo herum entwickelt.
Das Ergebnis soll ein leichtes, agiles und effizientes Sportboot sein. Für die 790 Spectre hat Frauscher einen komplett neuen Rumpf konstruiert, der leichter, kürzer und schmaler im Verhältnis zu bisherigen Modellen ausfällt. Das Antriebsmodul mit 100-kWh-Batterie und bis zu 400 kW starken permanenterregten Synchronmotoren (PSM) blieb dabei weitgehend unverändert.
Das 7,97 Meter lange Runabout spiegelt auch die Design-Handschrift der Sportwagenmarke wider. Um diese Verbindung zu unterstreichen, hat Porsches „Exclusive Manufaktur“ ein Konzeptfahrzeug auf Basis des Macan Turbo umfangreich individualisiert. Boot und SUV treten über zahlreiche Exterieur- und Interieur-Merkmale in einen gestalterischen Dialog und so die Welten von Straße und Wasser zu einer gemeinsamen Designsprache verbinden.
Mit der 32KS zeigt das 2021 gegründete spanische Unternehmen LASAI, wie elektrisches Bootfahren aussehen kann: leise, effizient und ohne Einbußen beim Komfort. Der 9,65 Meter lange Elektrokatamaran verbindet emissionsfreies Fahren mit guter Reichweite und komfortablem Wohnraumkonzept.
Das Herzstück der LASAI 32KS ist ein ausgeklügeltes Energiesystem: Zwei 50-kW-Pod-Antriebe, eine Batteriekapazität von 126 kWh und eine Photovoltaikanlage mit bis zu 1.300 Wp arbeiten als gut abgestimmtes Gesamtsystem zusammen. Das Ergebnis ist eine Reichweite von bis zu 80 Seemeilen bei 10 Knoten Reisegeschwindigkeit. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 Knoten.
Trotz ihrer kompakten Abmessungen bietet die LASAI 32KS eine beeindruckende Nutzfläche: Die 28 Quadratmeter Decksfläche entsprechen laut Werft dem Niveau von 40-Fuß-Booten. Eine Innenkabine mit Doppelbett und eigenem Bad ermöglicht Übernachtungen an Bord und längere Törns. Bis zu 12 Personen finden an Bord Platz.
Die Helios Omega 7.2 ist kein nachträglich elektrifiziertes Serienboot – sie wurde von Grund auf als Elektroboot entwickelt. Das bulgarische Unternehmen Helios Marine positioniert die Omega als „Smart Solar Electric Day Cruiser": ein offener Cruiser für bis zu acht Personen, der Solarenergie, moderne Batterietechnik und intelligente Vernetzung in einem stimmigen Gesamtkonzept zusammenführt.
Das Herzstück der Omega 7.2 ist ein 50-kW-Elektromotor, gespeist von einer Batterie mit wahlweise 18, 36, 54 oder 72 kWh Kapazität. Ergänzt wird das System durch integrierte Solarpanele mit 1,55 kWp Leistung. Zusätzlich verfügt die Omega 7.2 über einen CCS1-Ladeanschluss für die Verbindung mit landseitiger Ladeinfrastruktur. Mit reinem Batteriebetrieb sind bis zu 129 Seemeilen möglich, mit Solarunterstützung sogar bis zu 316 Seemeilen. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 6 Knoten, die Höchstgeschwindigkeit bei 17 Knoten.
Ein besonderes Merkmal der Omega 7.2 ist das Helios Marine Link-System: Das Bordsteuermodul verbindet Batterie, Motor, Solardach und alle Peripheriegeräte zu einer einheitlichen Plattform. Die Omega 7.2 bietet ein elegantes, zeitgemäßes Design und einen komfortablen Aufenthaltsbereich für bis zu acht Personen. Das leise, vibrationsfreie Fahrerlebnis steht dabei im Mittelpunkt – ob auf Küstengewässern, Binnengewässern oder bei entspannten Familienausflügen.
Die Samar 50 verbindet mallorquinische Bootsbautradition mit E-Antrieb. Dank Solarkraft und Batteriepaket fährt die knapp 16 Meter fast lautlos. Die Samar 50 erreicht mit ihren beiden 34-Kilowatt-E-Motoren in der Regel acht Knoten. Bis zu elf Knoten sind machbar, je nach Antriebskonfiguration auch 14 bis 15 Knoten.
Auf dem Dach sind 24 Solarpaneele mit einer Gesamtleistung von mehr als fünf Kilowatt integriert. Sie speisen die Batterien, die eine Kapazität von 139 Kilowattstunden haben. Für längere Touren oder einen höheren Energiebedarf springt ein elf Kilowatt starker Dieselgenerator ein, der mit zwei Litern Kraftstoff pro Stunde auskommt.
Die Samar 50 ist als offene Yacht mit großem Hauptdeck konzipiert, für zwölf Tagesgäste plus Crew. Gut geschützt liegt der Steuerstand unter dem Solardach. Eine mobile Badeplattform mit Dusche erleichtert den Sprung ins Wasser. Unter Deck liegen zwei Kabinen und ein Duschbad. Neben der luftigen Eignerkabine im Vorschiff gibt es eine zweite mit zwei Einzelbetten für Kinder oder Gäste.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE
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