Conquest 1950 CCRefit-Projekt Teil 14 - Die Innenlackierung

BOOTE

 · 15.07.2023

Alle müssen mit ran: Die Vorbereitungen zum Lackieren erfordern Teamwork
Foto: BOOTE/Julian Fietze
Nachdem im letzten Teil unseres Refit-Projekts die Conquest 1950 CC bei Wrede in Kappeln zu Gast war, geht es nun um das Thema Farbe im Cockpit bei von der Linden.

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In der Ausgabe 04 / 23 hatten wir bereits über den Innenausbau des Cockpits berichtet. Dass es auch lackiert werden musste, war klar. Die letzten Arbeiten im Cockpit wurden bei M.u.H. von der Linden in Wesel durchgeführt. Hier wurden die letzten Anpassungen vorgenommen und kleinere Arbeiten fertiggestellt. Doch der eigentliche Grund, nach Wesel zu kommen, war ein anderer. Die Conquest sollte einen neuen Innenanstrich bekommen. Aber wir können nicht einfach den Pinsel in die Farbe tauchen und loslegen. Das eigentliche Lackieren ist der geringste Teil der Arbeit, viel zeitaufwendiger ist die Vorbereitung.

Cockpit der Conquest 1950 CC schleifen

So musste zunächst das gesamte Cockpit mit 80er-Schleifpapier angeschliffen werden. Auf diese Weise konnten bereits kleine Unebenheiten entfernt werden. Anschließend wurden alle zu lackierenden Flächen mit einer Epoxy-Grundierung gestrichen. Allerdings kommt man um das Spachteln nicht herum, um ein glattes Finish zu erhalten. Hierfür wurde der Epoxy Filler 1500 von Epifanes verwendet. Schleifen zwischen den Schichten ist wie immer ein Muss.

Nachdem Zwischenschliff konnte eine weitere Schicht HB Code Primer aufgetragen werden. Dieser dient dazu, den Spachtel abzudecken und kleinere Poren zu füllen. Danach wurde die letzte Schicht Grundierung aufgetragen. Hier verwendete M.u.H.-Techniker Nils Schumacher PU-Primer von Epifanes, wie alle Produkte, die wir in diesem Bereich eingesetzt haben. Der Grund für die Verwendung des PU-Primers ist laut Schumacher ein schöneres Finish und eine gleichmäßige Deckfarbe. Erst im Anschluss konnten wir mit dem Lackieren beginnen. Aber welche Farbe? Nach langen Diskussionen und vielen Farbkarten waren wir uns einig. Wir nehmen Vestal White in Seidenmatt. Seidenmatt hat den Vorteil, dass es bei direkter Sonneneinstrahlung nicht so stark reflektiert und somit nicht blendet. Da wir keine Lackierkabine hatten, wurde von Hand lackiert. Dazu benutzten wir eine Schaumstoffrolle und einen Pinsel zum Verschlichten.

Wenn man diese Technik beherrscht und ein bisschen übt, kann man schnell gute Ergebnisse erzielen. Da sowohl Nils als auch der Auszubildende Henrik Übung im Umgang mit Pinsel und Rolle haben, konnten die beiden schnell beweisen, dass sie den Bogen raushaben. Im Nu war die erste Lackschicht aufgetragen und das Cockpit erstrahlte in neuem Glanz. Insgesamt wurden drei Schichten aufgetragen.


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